
Die SpioninBuchrückentextLondon 1585. Als die junge Straßendiebin Alyson in den Tower gebracht wird, scheint ihr Schicksal besiegelt zu sein. Doch dann erkennt man ihre besonderen Fähigkeiten und macht ihr ein unglaubliches Angebot: sie soll Sir Francis Walsingham, dem Ersten Minister von Elisabeth I., als Spionin dienen. Aber das bringt Alyson schneller, als sie für möglich hält, in tödliche Gefahr…
Meine MeinungDie Spionin ist mein zweiter Roman den ich von Corina Bomann gelesen habe.
Das Buch ist in der Ich-Form verfasst worden und spiegelt das Leben der Hauptfigur Alyson im Rückblick wieder. Am Anfang viel es mir etwas schwer, mit diesem Schreibstil zurecht zu kommen, aber nach den ersten 50 Seiten hatte es sich gelegt und danach habe ich es quasi nicht mehr aus der Hand gelegt.
Der Roman ist unterteilt in vier Bücher und diese wieder in einzelne Kapitel, die von angenehmer Länge sind.
Die Autorin entführt uns in die Zeit des Sir Francis Walsinghams, der der Sekretär seiner Majestät war und die Geheimpolizei anführte. Es ist ihr glaubhaft gelungen diese Geschichte mit den damaligen Gegebenheiten zu verflechten.
So lernen wir Alyson kennen, die als Diebin in London lebt, und dann von Sir Francis selbst zur Spionin ausgebildet wird. Wir erleben ein junges Mädchen, das lernen muss sich zu behaupten und so manch gefährliches Abenteuer bestehen muss. Sie muss lernen, das eine Spionin niemandem trauen darf. Denn Spione leben einsam.
Gemeinsam mit Alyson erleben wir ihre Ausbildungszeit zur Spionin und dann ihren ersten großen Auftrag, der uns an den Hof der Königin Elizabeth I. führt. Die Eindrücke die Corina Bomann hier schildert sind so glaubwürdig gelungen, dass ich das Geschnatter der Hofdamen deutlich hören konnte. Ich konnte Alyson quasi durch die Flure des Schlosses schleichen sehen.
Auch im weiteren Verlauf verliert die Geschichte nichts von ihrer Spannung.
Alysons nächster großer Auftrag führt sie zur Hinrichtung von Maria Stuart. Und dann weiter nach Spanien und immer wieder begegnen uns Geschichtlich Reale Personen, wie z.B Sir Francis Drake und Maria Stuart um nur einig zu nennen. Auch hier ist es der Autorin gelungen die Geschichte authentisch zu vermitteln.
Immer wieder konnte ich die Protagonisten in ihren verschieden Rollen deutlich vor mir sehen und sie begleiten. Bei mir hatte das Kopfkino gut funktioniert.
Ich jedenfalls hatte sehr unterhaltsame Lesestunden und wandelte eine kleine Weile auf den Spuren einer Spionin.
Corina Bomann hat sich auch noch ein kleines Hintertürchen offen gelassen, so dass wir hoffen können der Spionin Alyson irgendwann einmal wieder zu begegnen.
Leider fehlt ein ausführliches Nachwort und es wurde nicht darauf eingegangen was der Wahrheit entspricht und was nur Fiktion ist. Eine Karte zur Orientierung ist leider auch nicht vorhanden.
Deshalb auch nur
