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Autor Thema: Die Bernsteinsammlerin: Seite 200 - 293  (Gelesen 285 mal)
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Cait
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« am: 21. März 2009, 14:12:51 »

Hier können wir von Seite 200 bis 293 posten.  winken
« Letzte Änderung: 24. März 2009, 16:10:40 von Cait » Gespeichert


Der Weg in die Schatten - Brent Weeks

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Corinna
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« Antworten #1 am: 29. März 2009, 14:09:46 »

Femke trifft bei Delius auf Deval – der den alten Bernsteinschleifer (versehentlich?) getötet hat. Femke ist entsetzt, lässt sich aber aus Not auf einen Handel ein: ein Bernsteinkreuz gegen Essen. Nachdem das Kreuz fertig ist, verlangt Deval ein weiteres und lässt außerdem durchscheinen, dass er Femkes Familie beschützt. Obwohl Femke ihm ihren Namen nicht verraten hat, dürfte es wohl nicht schwer für ihn gewesen sein herauszufinden, wer sie ist – dass Femke auf diese Idee überhaupt nicht kommt und auch weiterhin so ein Geheimnis um ihre Person macht, leuchtet mir nicht so ganz ein.

Zuerst ist Femke empört, dass Deval sie zu seiner Geliebten machen will und überzeugt ist, dass auch sie einen Preis hat. Hat sie – und zwar Johannes. Deval verspricht ihr, für seine Freilassung zu sorgen – und so wird Femke tatsächlich Devals Geliebte. Sie hat dadurch sogar noch mehr Vorteile, denn sie lernt durch ihn auch viele Menschen kennen, die sie mit Aufträgen überhäufen, mit denen sie wiederum ihre Familie durchbringt.

Deval ist ein überaus interessanter Charakter. Ich werde nicht recht schlau aus ihm, er lässt sich nicht in die Karten sehen, man (und auch Femke) weiß nie, was in ihm vorgeht, was/wie viel er für Femke empfindet. Er kann ziemlich gemein sein, dann aber auch wieder fürsorglich und nett. Ich kann gut nachempfinden, dass Femke ihn durchaus faszinierend findet – und auch den Sex mit ihm offenbar genießt.

@Tintagel: Nicht wundern, dass ich hier so viel Verständnis zeige, wo ich doch LF so verdammt habe – ich finde Deval in der Tat viel schillernder und vor allem rätselhafter, das reizt mich!  grins
@ Lena: Deval ist echt super, mit dem Mann gewinnt die Geschichte, die bisher aus dem – wenn auch durch den Krieg etwas aus den Fugen geratenen – recht ruhigen und beschaulichen Leben Femkes bestand, an Schwung und kommt so richtig in Fahrt!

Femke träumt von Johannes, der bewusstlos in einem Hospital liegt – aber stattdessen muss sie sich in der Realität wieder mit Deval befassen, der ihr verspricht, neuen Rohbernstein zu beschaffen, der allmählich knapp wird. Deval aber findet immer wieder neue Ausflüchte. In ihrer Verzweiflung, weil alles so verfahren ist, beschließt Femke, kurzerhand nach Richtung Osten zu gehen, um selbst Bernstein zu finden. Aber sie bricht krank zusammen und wird nach Hause gebracht.

Die Spannung, was nun mit Deval wird und wann Femke tatsächlich aufbricht, steigt!
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Corinna
Cait
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« Antworten #2 am: 29. März 2009, 17:40:57 »

Holla die Waldfee! Wer hätte das gedacht? Femke lässt sich wirklich auf Deval ein! Ihre Beweggründe kann ich absolut nachvollziehen und ich hoffe sehr, dass sie sich nicht vergeblich verkauft hat.
Deval ist ein Typ, der mich vermutlich ähnlich wie Femke in totale Verwirrung gestürzt hätte. Ich war auch die ganze Zeit hin und her gerissen, den Kerl umzubringen und mich in ihn zu verlieben. Wir Frauen stehen wohl einfach auf A.... Aber zum Ende des Leserundenabschnitts entpuppt er sich als Kerl, den ich absolut nicht mehr ausstehen kann. Wie er Femke da mitten in der Nacht einfach rauswirft?! Unglaublich und inakzeptabel!  grrr

Zitat von: Corinna
Femke trifft bei Delius auf Deval – der den alten Bernsteinschleifer (versehentlich?) getötet hat. Femke ist entsetzt, lässt sich aber aus Not auf einen Handel ein: ein Bernsteinkreuz gegen Essen. Nachdem das Kreuz fertig ist, verlangt Deval ein weiteres und lässt außerdem durchscheinen, dass er Femkes Familie beschützt. Obwohl Femke ihm ihren Namen nicht verraten hat, dürfte es wohl nicht schwer für ihn gewesen sein herauszufinden, wer sie ist – dass Femke auf diese Idee überhaupt nicht kommt und auch weiterhin so ein Geheimnis um ihre Person macht, leuchtet mir nicht so ganz ein.

Tja, war es wirklich ein Unfall? Ich bin da hin und her gerissen. Ich traue Deval durchaus einen kaltblütigen Mord zu, aber es kann ja wirklich auch nur ein unglücklicher Sturz gewesen sein. So oder so tut es mir unheimlich um den alten Delius Leid. Ich mochte ihn und seine Geschichten sehr.  heul Auch dass Femke überhaupt in diese Situation geraten musste, finde ich irgendwie schrecklich. Bringt aber eine Menge Spannung in die Handlung. Tja, diese Geheimniskrämerei um ihgren Namen, hab ich so verstanden, dass es wenigstens etwas ist, was er nicht von ihr aus ihrem Mund weiß. Der Name ist in ihren Augen vielleicht etwas Intimes, das sie nicht hergeben möchte. Ich musste hier ganz oft an die französischen Frauen denken, die sich im Zweiten Weltkrieg aus der Not heraus auf die deutschen Besatzer eingelassen haben. Ich hatte beim Lesen sehr eindringliche Bilder vor Augen.

Zitat von: Corinna
Zuerst ist Femke empört, dass Deval sie zu seiner Geliebten machen will und überzeugt ist, dass auch sie einen Preis hat. Hat sie – und zwar Johannes. Deval verspricht ihr, für seine Freilassung zu sorgen – und so wird Femke tatsächlich Devals Geliebte. Sie hat dadurch sogar noch mehr Vorteile, denn sie lernt durch ihn auch viele Menschen kennen, die sie mit Aufträgen überhäufen, mit denen sie wiederum ihre Familie durchbringt.

Femke beeindruckt mich hier sehr. Sie trägt es, ohne zu Klagen oder zu zerbrechen. Sie ist eine starke Frau, die um ihre Macht weiß und sich auch traut, diese für sich zu nutzen und daraus einen Vorteil für sich und vor allem ihre Familie zu ziehen. Ich kann sie gut verstehen, ich würde auch alles tun, um meine Familie zu schützen.

Zitat von: Corinna
@ Lena: Deval ist echt super, mit dem Mann gewinnt die Geschichte, die bisher aus dem – wenn auch durch den Krieg etwas aus den Fugen geratenen – recht ruhigen und beschaulichen Leben Femkes bestand, an Schwung und kommt so richtig in Fahrt!

Das kann ich so unterschreiben. Deval ist ein wirklich faszinierender Charakter. Gefällt mir sehr!

Zitat von: Corinna
Femke träumt von Johannes, der bewusstlos in einem Hospital liegt – aber stattdessen muss sie sich in der Realität wieder mit Deval befassen, der ihr verspricht, neuen Rohbernstein zu beschaffen, der allmählich knapp wird. Deval aber findet immer wieder neue Ausflüchte. In ihrer Verzweiflung, weil alles so verfahren ist, beschließt Femke, kurzerhand nach Richtung Osten zu gehen, um selbst Bernstein zu finden. Aber sie bricht krank zusammen und wird nach Hause gebracht.

Ich farge mich, warum Deval Femke hier am langen Arm verhungern lässt? Ist er ihr gar mittlerweile überdrüssig? Das Thema Bernstein nervt ihn nur noch und er rührt keinen Finger, um Femke zu helfen.  grübel
Dass Femke kurzerhand selbst Bernstein suchen gehen will, kann ich irgendwie nachvollziehen, wobei ihr unüberlegter Aufbruch vermutlich aus Wut und Verzweiflung entsprungen ist.
Aber andererseits konnte ich nicht verstehen, dass sie nicht bleiben möchte, bis Johannes tatsächlich in einem der Hospitäler auftaucht...  unschlüssig

@Lena

Mir gefällt die Geschichte jetzt richtig, richtig gut. schoen
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Lena J.
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« Antworten #3 am: 29. März 2009, 19:09:23 »

Mir gefällt die Geschichte jetzt richtig, richtig gut. schoen


Tausend Dank! Nichts bringt die Fortsetzung mehr in Schwung als so motivierende Worte. Ich freue mich riesig, dass die Figur des Deval so ankommt, wie ich sie mir auch vorgestellt habe. Spannend für mich ist auch, dass gerade die Zeit des Krieges, die Beschreibungen der politischen Situation so gut aufgenommen werden. Mein Verlag hatte diesbezüglich zuerst große Bedenken. Schön, dass ihr die offenbar nicht teilt.  freu
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Corinna
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« Antworten #4 am: 29. März 2009, 20:56:07 »

Spannend für mich ist auch, dass gerade die Zeit des Krieges, die Beschreibungen der politischen Situation so gut aufgenommen werden. Mein Verlag hatte diesbezüglich zuerst große Bedenken.

Das Einbinden der fiktiven Charaktere in die historischen Geschehnisse macht doch die Geschichte so erst so echt und lebendig und authentisch. Es gehört zu Femkes und Lübecks Schicksal, und es hätte was gefehlt, wenn das weggelassen worden wäre.
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Corinna
Geli
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viel zu wenig Lesezeit...

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« Antworten #5 am: 29. März 2009, 23:10:59 »

Lena, Du hast mich wirklich in das Buch gezogen. Als ich las, dass Femkes Mutter Pfannkuchen buk, gab es auch bei uns Pfannkuchen, weil ich so einen Hunger darauf bekommen habe...  lol

Armer Meister Delius. Dass er sterben musste, hat mich wirklich betrübt, denn er hat doch niemandem geschadet und war für Femke wie ein Onkel. Und dass der Mörder oder zumindest derjenige, der an seinem Tod beteiligt war, sie nun auch noch bedrängt, wie schrecklich muss das für sie sein. Deval gibt ja immerhin zu, dass er vielleicht ein wenig grob war. Und dazu noch der amüsierte Gesichtsausdruck, was für ein Fiesling.

Femke geht auf Devals "Angebot" ein, für den Schutz von Johannes und ihrer Familie zu sorgen und dafür mit ihm ins Bett zu gehen. Das ist wirklich gut nachvollziehbar, sie hatte keine andere Wahl. Arme Femke. Dass sie sich auch irgendwie zu ihm hingezogen fühlt, ist irgendwie auch verständlich. Er bewundert ihre Arbeit und ihre Weiblichkeit und hat anscheinend Talent im Bett. Der Abend in Travemünde hätte mit Johannes wunderschön sein können, doch der Alkohol erleichtert es Femke.

S. 223: Hier kriegt Femke zum ersten Mal mit, dass die Eidechse kein Erbstück ihrer Familie ist. Ich habe mich schon länger gefragt, ob sie überhaupt weiß, dass sie nicht die leibliche Tochter der Thuraus ist. Offensichtlich ja nicht.

S. 231: Der Vorfall im Hospital, wo einer der Soldaten Femke einen Bären aufgebunden hat, dass er Johannes kennen würde. Das fand ich hart, aber wahrscheinlich, denn die Zustände müssen unvorstellbar schlecht gewesen sein. Immerhin hat Femke mitgekriegt, dass er gelogen hat, so dass Johannes doch noch leben könnte.

Dann die Weihnachtsfeier bei den Soldaten: Da hatte ich für einen Moment den Eindruck, dass Deval eifersüchtig ist. Zum einen auf Neuville, weil er sich so gut mit Femke unterhalten kann und zum anderen auf Jeremias Aldenrath, den er nicht kennt.

Deval ist wirklich ein spannender Charakter, er bringt Leben in die Geschichte. Femke wird in Zwiespälte gestürzt und wächst daran, wird erwachsener.

S. 277: Die Formulierung "Sie tranken flüssige Schokolade..." fand ich merkwürdig. Auch wenn die heiße Schokolade erst eine Seite zuvor erwähnt wird, hätte ich auch hier statt "flüssig" "heiß" geschrieben. Wenn man etwas trinken kann, ist es automatisch flüssig.

S. 289: Wie schon Von Cait und Corinna erwähnt: Dass Deval Femke in der Nacht rauswirft, nachdem er eine andere Seite von sich beim Sex gezeigt hat, hat mich sehr enttäuscht.



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Ich lese gerade: Ken Follett - Die Tore der Welt
Anna
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« Antworten #6 am: 30. März 2009, 10:03:59 »

Jetzt kommt wirklich richtig Fahrt rein und ich habe diesen Abschnitt so unglaublich schnell durchgelesen, dass ich mich selber stoppen musste, um erst mal zu posten! 

Die Kirchenszenen waren heftig und ich konnte mir die Suche Femkes und die kranken und totkranken Menschen sehr gut bildlich vorstellen! Schrecklich, diese Kriegszeiten!

Herrliche Szene, wie Femkes Vater entsetzt ist, dass sie Geschäfte mit Franzosen mache und sie antwortet, dass er das ja auch tue.  grins Schön auch, wie sie ihren Vater bei der Weihnachtsfeier überreden konnte, länger zu bleiben.  schoen

Durch Deval ist es auch von meiner Warte her richtig spannend geworden.
Auch ich tat mich schwer mit dem Mord an Delius, wobei ich dann immernoch hoffe, dass es wirklich ein Unfall war.

Dass Femke sich auf ihn einlässt, finde ich auch klasse und bringt die Geschichte voran. Dass sie das alles nur für Johannes tut, ehrt sie, doch ein bisschen schön ist es für sie ja auch.

Es ist wirklich schwer, Deval zu greifen und zu begreifen. Den Rauswurf fand ich auch gemein, doch ich vermute, dass er Femke anfänglich nur begehrt hat und sich nun langsam in sie verliebt. Es war vielleicht ein reiner Selbstschutz für ihn. Ich vermute, dass er sehr eifersüchtig ist, was man ja auch bei der Weihnachtsfeier gemerkt hat, und dass er diese Eifersucht nur gut verbirgt.
Vielleicht bin ich auch nur hoffnungslos romantisch! mein Herz

Ich frage mich die ganze Zeit, was denn nun mit Johannes ist. Femke trifft sich zwar mit Deval und geht auch ins Bett mit ihm, aber sie fragt ja eigentlich gar nicht nach Johannes, denn das war ja der eigentliche Grund, weshalb sie Duvals Mätresse geworden ist.

Diese Bernsteingeschichte, dass er ihr es einfach nicht besorgt, habe ich eher so gedeutet, dass er einfach nicht an Bernstein rankommt und seine Genervtheit, wenn sie danach fragt, rührt aus meiner Sicht daher, dass er sich selber ärgert, den Bernstein nicht so besorgen zu können, wie er es versprochen hat. Männer fühlen sich doch ziemlich schnell ertappt oder in ihrem Ego geknickt, wenn sie erst ganz groß etwas versprechen, dass sich dann doch als schwierig herausstellt, zu halten.

Mir macht das Buch sehr viel Spaß und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht! ("Das Marzipanmädchen" steht schon auf meiner Wunschliste!  grins )
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Ich lesen : "Engel der Nacht" von Becca Fitzpatrick
Ich höre : "Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt
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Cait
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« Antworten #7 am: 30. März 2009, 10:37:08 »

Zitat von: Anna
Ich frage mich die ganze Zeit, was denn nun mit Johannes ist. Femke trifft sich zwar mit Deval und geht auch ins Bett mit ihm, aber sie fragt ja eigentlich gar nicht nach Johannes, denn das war ja der eigentliche Grund, weshalb sie Duvals Mätresse geworden ist.

Stimmt, das hat mich auch kurz gewundert, aber ich hab es mir schnell damit erklärt, dass Femke ihm so weit vertraut, dass er schon für Johannes Flucht sorgen wird, wenn es sich einrichten lässt. Bis dahin wollte er ihn ja unter seinen Schutz stellen und vielleicht hat das Femke erst einmal gereicht. Denn bisher hatte Deval immer Wort gehalten.

Zitat von: Geli
S. 231: Der Vorfall im Hospital, wo einer der Soldaten Femke einen Bären aufgebunden hat, dass er Johannes kennen würde. Das fand ich hart, aber wahrscheinlich, denn die Zustände müssen unvorstellbar schlecht gewesen sein. Immerhin hat Femke mitgekriegt, dass er gelogen hat, so dass Johannes doch noch leben könnte.

Ja, das fand ich auch wirklich hart! Aber ich kann den armen Soldaten irgendwie verstehen. Es sorgt nur für sein Überleben und in schweren Zeiten sind sich die meisten Menschen doch einfach selbst am nächsten.

Zitat von: Geli
Dann die Weihnachtsfeier bei den Soldaten: Da hatte ich für einen Moment den Eindruck, dass Deval eifersüchtig ist. Zum einen auf Neuville, weil er sich so gut mit Femke unterhalten kann und zum anderen auf Jeremias Aldenrath, den er nicht kennt.

Hmm, ob er wirklich eifersüchtig war?  grübel Im weitesten Sinne vielleicht schon, aber nicht aus einem tiefen Gefühl Femke gegenüber. Das kann ich mir bei ihm nicht vorstellen. Ich glaube, er will sie einfach allein besitzen, sie soll IHN anhimmeln, sich allein um IHN kümmern und die Zeit nicht mit anderem Geplänkel verbringen.
Sein Ego ist angekratzt, weil er nicht ihr Mittelpunkt ist. Ich glaube, er ist viel zu sehr in sich selbst verliebt, als dass er anderen gegenüber so tiefe Gefühle entwickeln könnte.
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« Antworten #8 am: 05. April 2009, 15:09:42 »

Ihr Lieben -

es liegt nicht daran, dass mir der Roman nicht zusagt, wenn ich hier so nachzügle  peinlich ich hab momentan leider nicht so viel Zeit zum Lesen, wie ich es gerne hätte.

Die Begegnung zwischen Femke und Deval ist hochinteressant und knistert geradezu vor Spannung und dem Reiz des Widersprüchlichen.
Gerade ein Charakter wie Deval bringt Femke dazu, sich zu positionieren, zu entscheiden, endlich aktiver zu werden.
Bisher war sie mir zwar sympathisch, aber zu passiv und abwartend (mit Ausnahme der Wein-Aktion)
Der Kontakt mit Deval - diese Mischung aus Anziehung und Misstrauen - macht sie reifer und weiblicher.
Deval ist wie das Meer - unberechenbar, latent gefährlich und launisch, aber man kann sich seiner Faszination nicht entziehen.
Daher ist es sehr passend, dass er Femke Perlen schenkt - die wie der Bernstein aus diesem geheimnisvollen Element stammen.

Dagegen ist  Femkes Beziehung zu ihren Eltern an einer Art "Wendepunkt" angekommen. Heimlichkeiten und Unehrlichkeiten schaffen eine ungute Distanz zwischen ihnen.
Wieder ist es die Eidechse, die als Leitmotiv Femkes Entwicklungen begleitet und symbolisiert. Es ist kein Zufall, dass sie in dieser Phase soz . "begraben" ist. In diesen symbolhaften Bildern und Szenen liegt die magische Substanz dieser wunderschönen Geschichte.... winken

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Trau keinem, der behauptet, nie zu zweifeln
Zur Zeit lese ich:
Zeit der Raben  von Charles Todd

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