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Autor Thema: Die Bernsteinsammlerin: Seite 009 - 109  (Gelesen 478 mal)
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Cait
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« am: 21. März 2009, 14:14:43 »

Hier können wir vom Anfang bis Seite 109 posten.  winken
« Letzte Änderung: 24. März 2009, 16:10:24 von Cait » Gespeichert


Die Malerin von Fontainebleau - Constanze Wilken
Das Erbe der Königin - Philippa Gregory


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Mellis Blog-Welt
Geli
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viel zu wenig Lesezeit...

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« Antworten #1 am: 23. März 2009, 22:52:53 »

Zu allererst:

Das Cover ist ja wirklich schön. Und so passend, wie ich jetzt schon sagen kann.

Dass es eine Karte von Lübeck gibt, finde ich grundsätzlich auch gut. Leider finde ich sie ziemlich unleserlich, so dass ich Femkes Wege kaum nachvollziehen kann. Doch für einen groben Eindruck reicht sie.

Zu Bernstein hatte ich bisher überhaupt kein Verhältnis. Ich fand die Schmuckstücke eher großmütterlich und würde mir so etwas nicht kaufen wollen. Bernsteinketten als Zahnungshilfe für Babys sind mir bekannt, doch mein Baby hat so etwas nicht, zwei Bekannte nutzen das jedoch schon. Doch da mir "Das Marzipanmädchen" so gut gefallen hat, wollte ich doch den neuen Roman von Lena auf jeden Fall auch lesen.


Prolog
Es geht ja gleich spannend los. Im Jahre 1583 erleben wir, wie das Bernsteinfischen vor sich ging und das auf Unterschlagung des gefundenen Bernstein sogar die Todesstrafe stand. Dass diese Strafe allerdings so unmittelbar vollstreckt wird, fand ich ganz schön grausam. Doch andernfalls wären die Pächter der Strände wohl häufig bestohlen worden und Bernstein nicht so wertvoll gewesen.

Die historischen Hintergründe wie eben diese Strafen oder dass Bernstein nicht in Königsberg verarbeitet wurde, fand ich sehr schön. Es gefällt mir sehr, wenn man als Leser solche Dinge eingewoben in die Geschichte erfährt. Eine kleine unterhaltsame Geschichtsstunde.

Auf S. 11 fragt sich Nikolaus, wie es nur möglich sein kann, dass ein Tier von einem Edelstein gefangen werden konnte. Auch das habe ich mich schon oft gefragt, wenn ich so etwas sah, nur mit dem Wissen, dass Bernstein ein Harz ist, komme ich annähernd auf die Lösung. Doch möchte ich noch mehr über Bernstein und seine Geschichte erfahren und bin mit den kommenden Kapiteln sehr zufrieden.

Der Aufruf des Bernsteinfischers Nikolaus an seine Kollegen, für die Freiheit zu kämpfen, Bernstein zu sammeln und behalten zu können, fand ich sehr mutig. Ich bin gespannt, ob es etwas gebracht hat, auch wenn ich das kaum glauben kann, schließlich war die Zeit damals wohl eher so, dass man froh sein musste, Arbeit zu haben und sich geduckt hat vor der Obrigkeit.

@ Lena: Hier schon eine Frage: War es üblich, die Strände zu pachten und auszubeuten? Davon habe ich noch nie etwas gehört. Gab es das nur in Königsberg oder auch woanders?


1. Kapitel
Nun sind wir mehr als 200 Jahre später und in Lübeck, hurra.

Dass Hanna und Carsten auf diese Art und Weise zu einem Baby kommen, ist ja wirklich schön. Der Traum im neuen Haus, dann das Babygeschrei, und dann noch derr Brief. Ach ja... schön.

Ich glaube schon, dass Femke es bei den beiden gut haben wird. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Femke eine Nachkommin von Nikolaus, dem Bernsteinfischer, ist. Und der Anhänger aus Bernstein zeigt, dass Lene, Nikolaus Frau es geschafft hat, ihn entsprechend zu bearbeiten. Dass er nun ein Familienerbstück ist, passt ja sehr gut, immerhin konnte so ein Stück nicht einfach so verkauft werden.

Ob das Sommerhaus üblich für die reicheren Familien war?

2. Kapitel
Sehr schön wieder die Einbindung historischer Ereignisse wie der Start des Heißluftballons.

Was mir nicht gefällt, sind die Jahreszahlen im Text, die auf mich ein wenig hölzern wirken. Keiene Ahnung, wie man das besser lösen könnte. Eventuell als Kapitelüberschrift?

Auch die Benennung der Stadttore als "Burg Thor" oder "Mühlen Thor" störte meinen Lesefluss ein wenig. Da ansonsten keine historischen Begriffe genannt wurden, die mir so aufgefallen wären, hätte ich persönlich darauf verzichtet, die historisch korrekten Begriffe zu benutzen.

Im 2. Kapitel erfahren wir, wie Femke sich entwickelt, dass sie ein Talent für die Bernsteinschleiferei hat und dass ihr einziger Freund Johannes Nebbien, der Nachbarsjunge, ist. Ich habe Femke hier ein wenig bedauert, denn so ganz ohne Freunde und von den Lübeckern auch noch argwöhnisch belauert zu werden, ist doch ein einsames Leben. Doch Femke ist sich selbst genug und durch ihre Eltern und besonders Hein Delius erfährt sie Freude und Anerkennung. Ihr Traum vom Tod des Großvaters ist jedoch bedrückend und ich hätte gern mehr über die Reaktionen ihrer Eltern gelesen.

@ Lena: Im Text wird Maria Petersen genannt, als erste weibliche Doktorin der Philosophie. Googeln hat mich jedoch auf Dorothea Schlözer (1770–1825) gebracht. Maria Petersen habe ich nicht finden können. Künstlerische Freiheit?

Und endlich wird Travemünde erwähnt. Ich hatte schon drauf gewartet, als die Thuraus und ihr Sommerhaus erwähnt wurden, doch meine Erwartungen wurden übertroffen. Der Leser darf die Gründung des Seebades Travemünde miterleben. Klasse. Sollte ich mal wieder in der Gegend sein, werde ich auf jeden Fall ins Seebadmuseum gehen.

S. 71: Sehr anrührend ist die Sage, die Delius über die Entstehung von Bernstein erzählt. Und viel interessanter als die Gelehrtenmeinung.

Die Reise nach Frankreich ist anschaulich geschildert, vor allem, als es um die Rückreise und die Strapazen einer solchen Reise ging. Und dass dann auch noch Femkes Traum in Erfüllung ging...puh. Aber ich bin froh, dass alle überlebt haben, ich hatte schon befürchtet, dass sie ihre Mutter verliert.

Femke und die Männer: Ich hoffe doch, dass sie und Johannes sich kriegen, die beiden passen doch gut zueinander. Wie sich ihre Freundschaft entwickelt hat und dass sie sich trennen mussten, das schreit doch zumindest nach einem Wiedersehen.
Luc dagegen ist nur ein Flirt. Die Szene am Wasserbassin, als die Tropfen auf seinem überaus männlichen Körper funkelten - naja, das fand ich schon fast Nackenbeißerhaft, aber auch eindrücklich, was Femke zunächst an ihm findet.


Ich bin total gefesselt von dem Buch und werde gleich weiterlesen. Lena hat es geschafft, dass mich Bernstein und seine Geschichte total interessieren. Und die Zutaten wie Lübeck und Travemünde tun ihr Übriges, ich bin am Haken.  grins
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Jutta
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« Antworten #2 am: 24. März 2009, 09:42:05 »

Hallo zusammen  winken

Erstmal möchte ich sagen, dass das Buch sich wírklich recht einfach und flüssig lesen lässt. Den ersten Abschnitt habe ich gestern in einem Rutsch gelesen.

Die Karte von Lübeck finde ich ehrlich gesagt viel zu klein und ist so für mich völlig überflüssig. Schade  traurig

Der Prolog hat mir gut gefallen. Es kam direkt Spannung auf und ich hatte eigentlich gehofft, dass es so weitergehen wird. Wir erfahren hier sehr gut, wie man damals an das Bernstein kam und wie kostbar es damals war. So kostbar, dass die Menschen mit ihrem Leben bezahlen mussten, wenn sie nicht alles ablieferten.

Zitat von: Geli
Der Aufruf des Bernsteinfischers Nikolaus an seine Kollegen, für die Freiheit zu kämpfen, Bernstein zu sammeln und behalten zu können, fand ich sehr mutig.

Naja, er sollte so oder so gehängt werden, sogesehen fand ich ihn hier nicht mehr mutig. Viel mutiger fand ich ihn, als er seinen Verfolgern von dem versteckten Kästchen erzählte, um so von dem großen Fund abzulenken.

Im ersten Kapitel sind wir dann 200 Jahre später. Dass Kinder ausgetzt werden habe ich schon oft gelesen, aber das ein Baby so gezielt zu einem Paar gebracht wird, war mal was ganz neues. Die Mutter war natürlich verzweifelt, aber sie hat sich ja sehr genau informiert und ihr Baby zu einem Ehepaar gebracht, von dem sie wußte dass sie keine Kinder haben, aber welche möchten. Kam mir leider etwas weit hergeholt vor, schließlich war die Mutter stets viel auf Wanderschaft.
Aber die Thurgaus freuen sich und nehmen das Kind tatsächlich als eigenes an. Hier begegnet uns auch der Bernstein aus dem Prolog wieder. Schön, wie Hanna Femke immer mit dem Amulett beruhigen konnte  schoen

Femke wächst wohlbehütet aber einsam auf. Sie tut mir schon recht leid, so ohne Freunde. Schön fand ich die Begegnung mit  Delius. Er bringt sie mit Bernstein zusammen und weckt in ihr das Interesse am Handwerk. Hier geht sie völlig in ihrem neuen "Hobby" auf. Und endlich findet sie auch einen Freund. Johannes ist ein netter Junge und wird Femke tatsächlich ein guter Freund. Gleich bei ihrer ersten Begegnung lügt er für sie und dass wiederum vergisst sie ihm nicht. Aber die Kinder werden größer und müssen sich erstmals trennen. Bin gespannt, ob aus den zweien was wird. Schießlich sind sie beide noch sehr jung und bei Femke kann es sich durchaus um ihre erste Liebe handeln, aber ob sie auch hält wenn sie älter wird? Sie ist erst 16! Und von Johannes Gefühlen haben wir ja noch gar nichts erfahren, vielleicht sieht er in ihr ja nur eine Jugendfreundin, ähnlich einer Schwester.

Die Reise nach Frankreich war dann wieder etwas spannender und interessanter. Hier kommt jetzt genau das was ich vorhin schon geschrieben habe. Femke verguckt sich in Luc, den Sohn des Winzers. Das gefiel mir gut. Sie wird dadurch auch etwas unsicher ihren Gefühlen Johannes gegenüber. So soll es auch sein. Sie ist sehr jung und muss erstmal einige Erfahrungen sammeln.
Die Rückreise nach Lübeck war ja sehr beschwerlich. Nur gut, dass alle den Unfall überlebt haben. Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass wir heute andere Reisemöglichkeiten haben  grins

Bin jetzt gespannt wie die Geschichte weitergeht. Bisher habe ich immer noch den Eindruck, dass mir hier irgendetwas fehlt. So richig gepackt hat mich das Buch bisher leider noch nicht  Schulterzuck
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Gruß Jutta
Lena J.
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« Antworten #3 am: 24. März 2009, 11:27:23 »

Zu allererst:

Dass es eine Karte von Lübeck gibt, finde ich grundsätzlich auch gut. Leider finde ich sie ziemlich unleserlich, so dass ich Femkes Wege kaum nachvollziehen kann. Doch für einen groben Eindruck reicht sie.

...Ja, ich hätte mir auch gewünscht, dass die Straßennamen besser lesbar geworden wären. Schade.

@ Lena: Hier schon eine Frage: War es üblich, die Strände zu pachten und auszubeuten? Davon habe ich noch nie etwas gehört. Gab es das nur in Königsberg oder auch woanders?

...Die Gewinnung und Verarbeitung von Bernstein war immer streng geregelt. So hatte sich der Deutsche Orden beispielsweise ab dem 13. Jahrhundert das so genannte Bernsteinregal gesichert. Das heißt, man verlieh vertrauenswürdigen Untertanen das Recht, Bernstein zu sammeln. Das Recht des Handels blieb allerdings dem Deutschen Orden vorbehalten. Strandvögte und Beamte sorgten dafür, dass kein Stück gesammelt und behalten wurde. Die Küstenbewohner mussten regelmäßig den Strandeid leisten, in dem sie sich eben verpflichteten, jede noch so kleine Menge zu melden bzw. abzuliefern.
Ob das Sommerhaus üblich für die reicheren Familien war?

...Das war es allerdings. Es wurde in der Zeit Mode, aus der Enge der Stadt ins Grüne zu fliehen und sich einen aufwändigen Garten anlegen zu lassen.
Was mir nicht gefällt, sind die Jahreszahlen im Text, die auf mich ein wenig hölzern wirken. Keiene Ahnung, wie man das besser lösen könnte. Eventuell als Kapitelüberschrift?

...Eine gute Anregung! Dankeschön.
Auch die Benennung der Stadttore als "Burg Thor" oder "Mühlen Thor" störte meinen Lesefluss ein wenig. Da ansonsten keine historischen Begriffe genannt wurden, die mir so aufgefallen wären, hätte ich persönlich darauf verzichtet, die historisch korrekten Begriffe zu benutzen.

...Das geht mir genauso. Allerdings bekommt der Verlag von aufmerksamen Lesern gerade zu solchen Themen nicht selten Post. Darum ist meine Lektorin diesbezüglich entsprechend streng und achtet darauf, dass die zu der Zeit, in der die Handlung spielt, gültigen Bezeichnungen gewählt werden.

@ Lena: Im Text wird Maria Petersen genannt, als erste weibliche Doktorin der Philosophie. Googeln hat mich jedoch auf Dorothea Schlözer (1770–1825) gebracht. Maria Petersen habe ich nicht finden können. Künstlerische Freiheit?

...Genau das ist sie. Da in meinem Roman aber keine "echten" Personen auftreten, verwende ich auch keine Namen von Vorbildern. Meiner Ansicht nach müsste ich sonst sehr genau recherchieren, wie der Charakter der Person war, was er getan hat, war er mochte, etc. Sie einfach in meine Handlung einzubauen, über sie zu erzählen, beispielsweise, dass sie verschlossen oder menschenscheu war, finde ich nicht in Ordnung, wenn es so nicht stimmt. Deshalb bekommen etwaige Vorbilder andere Namen.

Ich bin total gefesselt von dem Buch und werde gleich weiterlesen. Lena hat es geschafft, dass mich Bernstein und seine Geschichte total interessieren. Und die Zutaten wie Lübeck und Travemünde tun ihr Übriges, ich bin am Haken.  grins

...Na, das freut mich doch sehr.  schoen
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Jutta
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« Antworten #4 am: 24. März 2009, 13:52:05 »

@ Lena: Im Text wird Maria Petersen genannt, als erste weibliche Doktorin der Philosophie. Googeln hat mich jedoch auf Dorothea Schlözer (1770–1825) gebracht. Maria Petersen habe ich nicht finden können. Künstlerische Freiheit?

...Genau das ist sie. Da in meinem Roman aber keine "echten" Personen auftreten, verwende ich auch keine Namen von Vorbildern. Meiner Ansicht nach müsste ich sonst sehr genau recherchieren, wie der Charakter der Person war, was er getan hat, war er mochte, etc. Sie einfach in meine Handlung einzubauen, über sie zu erzählen, beispielsweise, dass sie verschlossen oder menschenscheu war, finde ich nicht in Ordnung, wenn es so nicht stimmt. Deshalb bekommen etwaige Vorbilder andere Namen.

Dann frage ich mich, warum hast du denn nicht einfach eine Person erfunden? Hier hast du doch einer "echten" Person, einfach nur einen anderen Namen gegeben. Das finde ich etwas unglücklich gelöst, denn es mußte ja durchaus nicht unbedingt die erste weibliche Doktorin der Philosophie, sein. Für die Geschichte hätte es auch eine Schauspielerin oder exentrische Neureiche o.ä. sein können.
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Gruß Jutta
Anna
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« Antworten #5 am: 25. März 2009, 20:27:19 »

So, nun bin ich auch soweit.

Das Cover finde ich auch sehr schön! Davon hätte ich gerne ein Lesezeichen! 

Ich kam sofort ins Buch. Es liest sich flüssig und spannend. Die Schriftgröße finde ich auch prima, obwohl sie ja eher etwas kleiner ist. Aber ich mag das.
Das Grundthema ist super und ich finde klasse, dass auf den Bernstein so sehr eingegangen wird, ohne den Leser damit zu überlasten. Wunderbar auch die Geschichten über die Entstehung. Es scheint da ja mehrere Varianten zu geben ...
 
Den Prolog fand ich sehr spannend und interessant. Das Größerwerden von Femke plätscherte etwas, wobei es mir nicht langweilig dabei wurde. Es war nur sehr ruhig innerhalb dieser Passagen. Der Stil mit der Spannung war stets vorhanden und so mochte ich gerne weiterlesen.
Obwohl ich Johannes mag, finde ich ihn etwas blass. So war ich von Luc angetan, konnte ihn richtig vor mir sehen, wie er über die Mauern sprang (schönes Merkmal übrigens!). Er wirkt lebendig, jung, voller Kraft und Tatendrang.
Spannend fand ich die Szene in der Kutsche, weil ich auch dauerhaft fürchtete, es würde Schlimmeres passieren und erleichtert war, dass es nicht passierte.
Diese Kutschfahrt hat auch mich beeindruckt und habe in dem Augenblick darüber nachgedacht, dass es gar nicht so toll gewesen sein musste, damals mit einer Kutsche zu fahren. (So, wie man es ja oft romantisch im Film sieht) Es rumelte schrecklich, regnete durch, man war nicht wirklich geschützt in so einem Ding. Hach, gutes, gutes Auto! 

Was ich sehr schön fand, die Sicht Femkes, als Luc sie zum ersten Mal berührt, und wie Femke davon zehrt und immer wieder daran denkt. Stimmt, so war das damals, als man noch jung war und jemanden angehimmelt hat.  Lächeln

Es ist ein Buch, was mir Spaß macht, zu lesen und ich gespannt bin, wie es weiter geht!  winken
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Ich lesen : "Die Maurin" von Lea Korte
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Corinna
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« Antworten #6 am: 26. März 2009, 14:55:20 »

So, nun bin ich auch endlich da! Aber ich habe eine ziemlich gute Entschuldigung für mein Zuspätkommen, ich war nämlich im Urlaub an der Ostsee und hab Bernstein gesucht... Nicht, dass ich welchen gefunden hätte... grins Dafür war ich im Deutschen Bernsteinmuseum in Ribnitz und kann nur jedem empfehlen, der mal da in der Gegend ist, sich das anzusehen. Es ist superinteressant, und die vielen, vielen Steine mit den diversen Einschlüssen sind sehr sehenswert - ebenso wie das, was so alles aus ihnen hergestellt worden ist im Laufe der Jahrhunderte.

Zu Bernstein hatte ich bisher überhaupt kein Verhältnis. Ich fand die Schmuckstücke eher großmütterlich und würde mir so etwas nicht kaufen wollen.

Einspruch, Geli: Bernstein ist wunderschön und überhaupt nicht omamäßig. Ich habe viele Schmuckstücke in den verschiedensten Färbungen, und traditionsgemäß kommt immer ein neues Stück dazu, wenn ich an der Ostsee bin.  Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich so gespannt auf das Buch war!

Und zum Buch komm ich jetzt auch endlich! Wie hier schon gesagt wurde, gefällt auch mir das Cover ausgesprochen gut! Und dazu hab ich auch gleich eine Frage:

@ Lena
Später im Buch beschreibst Du eine Szene, die exakt das Cover wiedergibt, einschließlich des Kleides und der Frisur von Femke. Kanntest Du das Bild von Margetson und hast danach die Szene geschrieben, und der Verlag hat tollerweise genau dieses Bild als Cover genommen? Oder war das Cover ein Vorschlag des Verlags und Du hast die Szene danach geschrieben?
Soweit ich mich an meine Leseerlebnisse erinnere, treffen Cover und Szenen sehr selten so genau - und ich finde es klasse, dass das hier der Fall ist!

Die Geschichte geht gleich mit dem Prolog spannend los: Nikolaus klaut den Stein mit der Echse und wird dafür gehängt. Tragisch – aber ich habe mich gefragt, warum er gleich abgehauen ist, statt sich klugerweise wie immer zu verhalten. Hat der Stein ihn wirklich „verzaubert“, wie er später behauptet?

Und dann finden wir uns bei den Thuraus wieder. Carsten Thurau ist Weinhändler (@ Lena, ich habe kurz vorher "Das Marzinpanmädchen" gelesen - kann es sein, dass Du eine Vorliebe für Rotwein hast?  grins), er uns seine Frau erfüllen sich einen Traum und kaufen sich ihr Sommerhäuschen. Dort wird ihnen gleich der nächste Traum erfüllt, sie finden Femke vor ihrer Tür – abgegeben von der Bernsteinschleiferin Luise, die sich nicht um das Kind kümmern kann. Sie gibt ihr den Bernstein mit der Eidechse mit. Da Hanna keine Kinder bekommen kann, nehmen sie es auf. Carsten („Donnerschlag!“) Thurau ist nur zuerst enttäuscht, dass es kein Junge ist. Sein "Donnerschlag" find ich übrigens sehr schön!

Femke wächst heran und lernt nach der einfühlsam beschriebenen Kennenlern-Szene mit Delius bei ihm das Bernsteinschleifen, für das sie sehr, sehr begabt ist. (Das ist übrigens eine tolle Sache, ich könnte das auch gern. Im oben erwähnten Bernsteinmuseum habe ich versucht, Roh-Bernsteine mit Schmirgelpapier zu schleifen, so dass eine vernünftige Form dabei rauskommt. Das hat total Spaß gemacht, und der im Buch beschriebene feine (Zitrus-)Geruch stellte sich dabei auch bei mir ein. Vor allen Dingen kommt es einem wie ein Zauber vor, wenn der Stein dann nach getaner Arbeit (fachmännisch) richtig geschliffen und poliert wird und man erkennt, dass es Bernstein ist und aus welcher Farbe und wie durchsichtig, was nicht immer von vornherein klar erkennbar ist. Aus den Stücken eines vorherigen Jahres habe ich beim Goldschmied zwei Anhänger machen lassen, was ein etwas individuelleres Schmuckstück als ein gekauftes ist. Wenn natürlich auch mein bisschen Rumgeschmirgele aber auch absolut überhaupt gar nicht mit den Künsten von Femke vergleichbar ist! Der Spaß macht's. Und auch jetzt harren da wieder vier Steine... )

Abgesehen von Nachbarssohn Johannes hat Femke keine Freunde. Sie ist „anders“ als die anderen Kinder, aber es stört sie nicht weiter, dass die anderen sie meiden. Sie hat ja den Bernstein und Delius. Und das Bernsteinmedaillon mit der Eichdechse, von dem sie fasziniert ist. Dann erlebt sie auch noch, dass sie offenbar in die Zukunft sehen kann. Hat das möglicherweise was mit dem Echsen-Medaillon zu tun? Schließlich war ja auch Nikolaus überzeugt, von dem Bernstein "verzaubert" zu sein.

Die bedeutende Doktorin der Philosophie bestellt ein Schmuckstück bei Femke und startet damit einen Run auf Femkes Stücke, wodurch auch Delius profitiert. Femke lernt dessen Sohn Jan kennen (wobei mir nicht ganz klar ist, weshalb sie ihn in all den Jahren nie gesehen hat, denn offenbar ist er oft bei seinem Vater, der bemerkt, man werde sich bald „nicht mehr so oft“ sehen. Kann es wirklich sein, dass die sich immer verpasst haben?). Mittlerweile ist Femke 16 und hat sich – ohne es zu bemerken/wissen – in Johannes verliebt, der nach Jena zum Jura-Studium muss. Er liebt sie offensichtlich schon, sagt es ihr aber nicht. Sie ist jedenfalls untröstlich.
Carsten Thurau träumt von Travemünde als Bäderstadt und will dort ein Restaurant eröffnen, in dem es seine Weine gibt – und Femkes Kerzenleuchter aus Bernstein auf den Tischen.

Bisher ist Femkes Leben also recht beschaulich verlaufen. Jetzt steht die Reise nach Frankreich an. Dort verliebt sie sich so halb in Luc, der sie aber erst wahrnimmt, als er von ihren Künsten erfährt. Außerdem hat Femke ein bisschen ein schlechtes Gewissen Johannes gegebenüber, weil sie so fasziniert von Luc ist. Die Rückreise ist schließlich sehr beschwerlich, und wie Anna hab ich auch ständig fingernagelkauend und etwas ängstlich auf die Katastrophe gewartet, von der Femke geträumt hat. Dass es dann doch relativ glimpflich abgelaufen ist, ließ mich erleichtert zurück.

Ich bin neugierig, wie es weitergeht. Kann Carsten Thurau seinen Traum von Travemünde verwirklichen?
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« Antworten #7 am: 26. März 2009, 19:20:39 »


Einspruch, Geli: Bernstein ist wunderschön und überhaupt nicht omamäßig. Ich habe viele Schmuckstücke in den verschiedensten Färbungen, und traditionsgemäß kommt immer ein neues Stück dazu, wenn ich an der Ostsee bin.  Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich so gespannt auf das Buch war!
Ich kann Gelis Meinung gut nachvollziehen, denn auch ich habe Bernstein eher älteren Damen zugeschrieben. Inzwischen habe ich schon mehrere Schmuckstücke gesehen, die mir sehr gut gefallen. Ich möchte mir, wenn die Zeit es irgendwie erlaubt, eine Kette selbst machen.

Später im Buch beschreibst Du eine Szene, die exakt das Cover wiedergibt, einschließlich des Kleides und der Frisur von Femke. Kanntest Du das Bild von Margetson und hast danach die Szene geschrieben, und der Verlag hat tollerweise genau dieses Bild als Cover genommen? Oder war das Cover ein Vorschlag des Verlags und Du hast die Szene danach geschrieben?
Soweit ich mich an meine Leseerlebnisse erinnere, treffen Cover und Szenen sehr selten so genau - und ich finde es klasse, dass das hier der Fall ist!
Ich kannte das Cover bereits, als ich diese Szene geschrieben habe.

(@ Lena, ich habe kurz vorher "Das Marzinpanmädchen" gelesen - kann es sein, dass Du eine Vorliebe für Rotwein hast?  grins)
Ertappt! 

Im oben erwähnten Bernsteinmuseum habe ich versucht, Roh-Bernsteine mit Schmirgelpapier zu schleifen, so dass eine vernünftige Form dabei rauskommt. Das hat total Spaß gemacht, und der im Buch beschriebene feine (Zitrus-)Geruch stellte sich dabei auch bei mir ein. Vor allen Dingen kommt es einem wie ein Zauber vor, wenn der Stein dann nach getaner Arbeit (fachmännisch) richtig geschliffen und poliert wird und man erkennt, dass es Bernstein ist und aus welcher Farbe und wie durchsichtig, was nicht immer von vornherein klar erkennbar ist.

Das kann ich jedem empfehlen, der nach Ribnitz-Damgarten fährt. Auch ich habe dort meine ersten Versuche gemacht, weil ich für das Buch doch wissen musste, wie der Umgang mit Bernstein sich anfühlt. Mein Lebensgefährte hat gescherzt, ich solle einen Delphin schnitzen. Dann fand ich aber tatsächlich, dass die Form des kleinen Brockens an einen Delphin erinnert und habe mich an die Arbeit gemacht. Okay, nicht jeder erkennt es sofort. Aber mit etwas Phantasie ...

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Anna
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« Antworten #8 am: 27. März 2009, 00:01:48 »

(Das ist übrigens eine tolle Sache, ich könnte das auch gern. Im oben erwähnten Bernsteinmuseum habe ich versucht, Roh-Bernsteine mit Schmirgelpapier zu schleifen, so dass eine vernünftige Form dabei rauskommt. Das hat total Spaß gemacht, und der im Buch beschriebene feine (Zitrus-)Geruch stellte sich dabei auch bei mir ein. Vor allen Dingen kommt es einem wie ein Zauber vor, wenn der Stein dann nach getaner Arbeit (fachmännisch) richtig geschliffen und poliert wird und man erkennt, dass es Bernstein ist und aus welcher Farbe und wie durchsichtig, was nicht immer von vornherein klar erkennbar ist. Aus den Stücken eines vorherigen Jahres habe ich beim Goldschmied zwei Anhänger machen lassen, was ein etwas individuelleres Schmuckstück als ein gekauftes ist. Wenn natürlich auch mein bisschen Rumgeschmirgele aber auch absolut überhaupt gar nicht mit den Künsten von Femke vergleichbar ist! Der Spaß macht's. Und auch jetzt harren da wieder vier Steine... )

Das finde ich sehr interessant, Corinna, und werde auch mal versuchen, hinzufahren und ein bisschen Bernstein zu polieren! 
Wenn man so ein Buch liest, ist es einem der Bernstein richtig nahe ...
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Lena J.
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« Antworten #9 am: 27. März 2009, 09:35:47 »


Dann frage ich mich, warum hast du denn nicht einfach eine Person erfunden? Hier hast du doch einer "echten" Person, einfach nur einen anderen Namen gegeben. Das finde ich etwas unglücklich gelöst, denn es mußte ja durchaus nicht unbedingt die erste weibliche Doktorin der Philosophie, sein. Für die Geschichte hätte es auch eine Schauspielerin oder exentrische Neureiche o.ä. sein können.

Das kann ich dir erklären, Jutta. Zum einen finde ich es schön, Spuren zu legen. Geli hat die ja auch gleich entdeckt. Das gefällt mir. Zum anderen ist leider ein Trend zu beobachten, dass Leser immer mehr nach der Wahrheit in der Fiktion suchen. Ein Roman ist ein Produkt der Fantasie und der Recherche. Trotzdem wird immer mehr danach gefragt, ob etwas so oder so sein kann, ob es glaubwürdig ist. Beim "Marzipanmädchen" meinten viele, es sei die Geschichte einer noch heute existierenden Lübecker Firma. Gleichzeitig dachte so mancher, dass eine Frau in der Zeit längst nicht so hätte agieren können wie die Hauptfigur Marie Kröger. Mit der Anspielung auf Menschen, die wirklich gelebt haben, will ich zeigen, dass es durchaus Vorreiterinnen gab, dass die Frauen nicht so ohne Einfluss waren, wie gern gesagt wird. Dabei will ich diesen echten Vorbildern aber keine Unwahrheiten andichten ...
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Lena J.
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« Antworten #10 am: 27. März 2009, 09:40:27 »



Das Cover finde ich auch sehr schön! Davon hätte ich gerne ein Lesezeichen! 

Lustig, dass du dir ausgerechnet ein Lesezeichen wünschst, Anna. Ich will nämlich eins "basteln". Wenn ich also irgendwie an deine Adresse käme ...Versprechen kann ich aber nichts. Vor allem nicht, wann es fertig wird. Und: Es wird keine Massenproduktion ...
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Corinna
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« Antworten #11 am: 27. März 2009, 11:11:59 »

Ich möchte mir, wenn die Zeit es irgendwie erlaubt, eine Kette selbst machen.

Das wäre toll - und auch mein Traum, aber ich fürchte, so weit werde ich es nicht bringen. Wenn Du die Kette irgendwann fertiggestellt hast, wär's toll, wenn Du sie uns hier per Foto präsentieren könntest!

Das finde ich sehr interessant, Corinna, und werde auch mal versuchen, hinzufahren und ein bisschen Bernstein zu polieren! 
Wenn man so ein Buch liest, ist es einem der Bernstein richtig nahe ...


Ja, mach unbedingt! Und was das Nahebringen angeht: Kann auch umgekehrt kommen - dass einen durch Vorliebe zum Bernstein plötzlich ein Buch wie dieses nahegebracht wird (oder auch durch Vorliebe zu einem besonderen Schauplatz, aber das gehört in einen anderen Thread... )
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« Antworten #12 am: 27. März 2009, 18:47:16 »

Ich versuche es jetzt doch noch einmal mit dem Posten. Aber wetten, dass gleich jemand schreit oder was von mir will?  Schock
Das geht schon seit Tagen so, so dass nicht das Buch daran Schuld ist, dass ich noch nicht gepostet habe, sondern ganz allein ich, die verpeilte, unorganisierte, transusige Melli.  peinlich

Ich finde, das Buch liest sich wirklich gut, schön flüssig und auch interessant. Aber gerade der erste LR-Abschnitt war mir insgesamt zu lang und ich konnte hier auch noch keine wirkliche Beziehung zu den Figuren aufbauen. (Was sich später aber alles noch ändern sollte grins) Mir fehlte es hier ein wenig an Tempo und ich befürchtete schon, das bliebe den ganzen Roman über so. Entschuldige Lena, aber zu Beginn fand ich es einzig und allein als gut und zügig lesbar und die Handlung war für mich eine nette Geschichte. Aber wie gesagt, letztendlich konntest Du mich doch überzeugen. schoen

Zitat von: Geli
Das Cover ist ja wirklich schön. Und so passend, wie ich jetzt schon sagen kann.

Ja, das Cover ist wirklich wunderschön! Das hätte mich in jeder Buchhandlung sofort angesprungen! Großes Lob an Knaur!

Zitat von: Geli
Zu Bernstein hatte ich bisher überhaupt kein Verhältnis. Ich fand die Schmuckstücke eher großmütterlich und würde mir so etwas nicht kaufen wollen. Bernsteinketten als Zahnungshilfe für Babys sind mir bekannt, doch mein Baby hat so etwas nicht, zwei Bekannte nutzen das jedoch schon.

lol da geht es mir ähnlich wie Dir, allerdings hatte Louis zum Zahnen eine Bernsteinkette und die hat auch wirklich was gebracht, bilde ich mir ein. Selber tragen würde ich den Schmuck aber wohl auch nicht. Wenn ich an der Ostsee bin, hab ich schon ab und an versucht, welchen zu finden, aber so leicht ist das nicht und bisher hatte ich entweder kein Glück, oder war einfach am falschen Strand. grins

Zitat von: Geli
Was mir nicht gefällt, sind die Jahreszahlen im Text, die auf mich ein wenig hölzern wirken. Keiene Ahnung, wie man das besser lösen könnte. Eventuell als Kapitelüberschrift?

Ne, da kann ich ausnahmsweise mal nicht meckern. Damit kann ich sehr gut leben und da ich immer nach Jahresangaben lechze, bin ich immer nur froh, wenn es welche gibt.

Zitat von: Geli
Auch die Benennung der Stadttore als "Burg Thor" oder "Mühlen Thor" störte meinen Lesefluss ein wenig. Da ansonsten keine historischen Begriffe genannt wurden, die mir so aufgefallen wären, hätte ich persönlich darauf verzichtet, die historisch korrekten Begriffe zu benutzen.

Ja, das hat mich auch irritiert, und zwar leider das ganze Buch über...

Zitat von: Geli
Ihr Traum vom Tod des Großvaters ist jedoch bedrückend

Das war mir leider ein wenig too much. Mir hat schon gereicht, dass Femke durch ihr Aussehen als Hexe bezeichnet wird. Da wurde mir zu viel Klischee bedient, aber dann auch noch wahr werdende Träume? Ne, das war für mich leider zu viel des Guten.

Zitat von: Geli
Luc dagegen ist nur ein Flirt. Die Szene am Wasserbassin, als die Tropfen auf seinem überaus männlichen Körper funkelten - naja, das fand ich schon fast Nackenbeißerhaft, aber auch eindrücklich, was Femke zunächst an ihm findet.


Hach, diese Szene fand ich umwerfend. *sabber* Und ich fand es toll, dass Femke sich das angesehen hat und nicht schnell verschwunden ist, weil sich so ein Anblick für eine junge Frau nicht schickt. Das passt zu ihr.

Zitat von: Anna
So war ich von Luc angetan, konnte ihn richtig vor mir sehen, wie er über die Mauern sprang (schönes Merkmal übrigens!). Er wirkt lebendig, jung, voller Kraft und Tatendrang.

Anna, Du sprichst mir aus der Seele! So habe ich ihn auch gesehen! Ein toller Kerl, in den auch ich mich verliebt hätte. schoen

Zitat von: Corinna
Soweit ich mich an meine Leseerlebnisse erinnere, treffen Cover und Szenen sehr selten so genau - und ich finde es klasse, dass das hier der Fall ist!

Das kann ich genau so unterschreiben! Mir gefällt dieses Zusammenspiel auch richtig, richtig gut!

Da Ihr zum Inhalt eigentlich alle genau DAS gesagt habt, was ich auch hätte schreiben wollen, spar ich mir das jetzt, um nicht alles nochmal zu wiederholen.

@Lena

Zitat
Dabei will ich diesen echten Vorbildern aber keine Unwahrheiten andichten ...

Die Einstellung mag ich. Allerdings kann ich auch sehr gut damit leben, wenn in der Handlung etwas angepasst wird, damit die Geschichte rund wird. Allerdings möchte ich dann dazu eine Erklärung im Nachwort.
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Corinna
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« Antworten #13 am: 28. März 2009, 18:13:23 »

Zitat von: Geli
Auch die Benennung der Stadttore als "Burg Thor" oder "Mühlen Thor" störte meinen Lesefluss ein wenig. Da ansonsten keine historischen Begriffe genannt wurden, die mir so aufgefallen wären, hätte ich persönlich darauf verzichtet, die historisch korrekten Begriffe zu benutzen.

Ja, das hat mich auch irritiert, und zwar leider das ganze Buch über...

...Das geht mir genauso. Allerdings bekommt der Verlag von aufmerksamen Lesern gerade zu solchen Themen nicht selten Post. Darum ist meine Lektorin diesbezüglich entsprechend streng und achtet darauf, dass die zu der Zeit, in der die Handlung spielt, gültigen Bezeichnungen gewählt werden.

Mich hat das auch etwas irritiert, aber nur beim ersten Lesen. Trotzdem finde ich es interessant, wie Deine Lektorin das beurteilt hat. Mir selbst ist das nämlich gerade umgekehrt gegangen. Ich hatte in meinem letzten Manuskript die alte Schreibweise eines Teiches in Stralsund benutzt (mit Bindestrich, so wie es in den 1920er Jahren in den Stadtplänen zu finden war). Heute wird dieser Teich in den Stadtplänen ohne Bindestrich geschrieben, und da ich auch einen Gegenwartsteil habe, musste ich mich entscheiden, weil ich es zumindest einheitlich haben wollte. Mein Lektor war dafür, die neue Schreibweise zu nehmen. Nach längerem Nachdenken habe ich mich dem dann angeschlossen. (Obwohl natürlich ein Bindestrich keine solche Umgewöhnung ist wie zwei komplett getrennte Worte - ich hätte mich trotzdem, wenn ich wie Du einen reinen historischen Roman geschrieben hätte, eindeutig auch für die alte Bezeichnung entschieden.)
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Liebe Grüße
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Anna
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« Antworten #14 am: 29. März 2009, 21:35:18 »



Das Cover finde ich auch sehr schön! Davon hätte ich gerne ein Lesezeichen! 

Lustig, dass du dir ausgerechnet ein Lesezeichen wünschst, Anna. Ich will nämlich eins "basteln". Wenn ich also irgendwie an deine Adresse käme ...Versprechen kann ich aber nichts. Vor allem nicht, wann es fertig wird. Und: Es wird keine Massenproduktion ...

Ach, das ist ja schön!!! Sollten die Lesezeichen fertig sein und eins für mich dabei sein  grins, dann schick mir doch einfach eine PN und ich "PNne" Dir dann meine Adresse!  tanzen
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