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09. September 2010, 19:11:23


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Autor Thema: Die verborgene Kammer - Seite 486 bis Ende  (Gelesen 727 mal)
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tempelmaus
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« Antworten #15 am: 06. Juni 2009, 12:50:44 »

So, nun bin auch ich fertig und werde glaube ich noch ein bißchen brauchen um das buch zu verarbeiten, da auch ich viel zu schnell gelesen habe... Lächeln

Meine allererste Reaktion: Wow, was für eine Geschichte! Was für Verwicklungen! Schicksale! Fantasie!!! Corinna, ich finde, diesmal hast du dich selbst übertroffen...

Im Übrigen finde ich die Verwandschaft ebenfalls nicht zu eng - immerhin waren die Großeltern nur Halbgeschwister und dann auch noch 2 Generationen später... ich finde es echt cool, dass Roman und Viktoria sich gefunden haben und quasi die Liebe von Doro und Johann wieder zum Leben erwecken. Mit gefällt die Vorstellung, dass die Zwei dadurch doch noch zu ihrem Happy End kommen.

Martin N. mag mit Kalkül begonnen haben, aber ich glaube nicht, dass er bösartig seine Ziele weiterverfolgt hat. Ihm war die Wahrheit wichtig, aber ich denke, er war ein guter Mensch, so dass sich alles eher positiv zu seinem Vorteil entwickelt hat. Für mich ist er über jeden Zweifel erhaben.

Nur Henrik bleibt für mich der blöde Typ, der einfach zu arrogant ist um rechtzeitig zu erkennen, wann er verloren hat... Er hat ursprünglich keinen Wert auf Viktoria gelegt (und ich glaube auch, Martin wußte das und wußte deshalb Henrik persönlich nicht zu schätzen), versuchte sie dann wieder zu bekommen mit nur einem halbherzigen Versuch sich zu ändern - er ist aber nun mal was er ist, was schnell wieder klar wurde. Ach eigentlich hab ich keine Lust über ihn zu reden.

Marie/Doro... das war wirklich schwierig. Im Laufe des Buches habe ich oft überlegt, ob da nicht eine Doppelt Persönlichkeit oder Schizophränie oder so im Spiel ist. Das einzige, warum ich nicht fest davon ausgegangen bin, ist das Foto, welches tatsächlich zwei Mädchen zeigt. Ohne dieses "Beweisstück" hätte ich die ganze Zeit gedacht, dass Marie/Doro ein und die selbe (kranke) Person ist... dem war ja allerdings auch nur nicht ganz so. Das Video hat mir gezeigt, dass Doro tatsächlich nicht weit von Schizophränie entfernt war... ohne dass es jemand merkte. Schon krass.

Georg hat mich unglaublich geschockt. Was mit Johan passiert ist, hab ich noch nicht verdaut, ich will es mir einfach nicht vorstellen.
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« Antworten #16 am: 06. Juni 2009, 14:34:48 »

So, nun bin auch ich fertig und werde glaube ich noch ein bißchen brauchen um das buch zu verarbeiten, da auch ich viel zu schnell gelesen habe... Lächeln

Ich find das sehr schön, wenn ein Buch noch nachwirkt...  schoen

Meine allererste Reaktion: Wow, was für eine Geschichte! Was für Verwicklungen! Schicksale! Fantasie!!! Corinna, ich finde, diesmal hast du dich selbst übertroffen...

Meine allererste Reaktion darauf:  freu freu freu

ich finde es echt cool, dass Roman und Viktoria sich gefunden haben und quasi die Liebe von Doro und Johann wieder zum Leben erwecken.

Das hast Du schön gesagt!  Knuddel

Nur Henrik bleibt für mich der blöde Typ, der einfach zu arrogant ist um rechtzeitig zu erkennen, wann er verloren hat... Er hat ursprünglich keinen Wert auf Viktoria gelegt (und ich glaube auch, Martin wußte das und wußte deshalb Henrik persönlich nicht zu schätzen)

 Ja Deshalb ist er ja auch ganz froh, dass es nicht zu einer Heirat zwischen den beiden gekommen ist. Passt halt eher in seine "Pläne", wie er zu sich selbst sagt.

Marie/Doro... das war wirklich schwierig. Im Laufe des Buches habe ich oft überlegt, ob da nicht eine Doppelt Persönlichkeit oder Schizophränie oder so im Spiel ist. Das einzige, warum ich nicht fest davon ausgegangen bin, ist das Foto, welches tatsächlich zwei Mädchen zeigt. Ohne dieses "Beweisstück" hätte ich die ganze Zeit gedacht, dass Marie/Doro ein und die selbe (kranke) Person ist

Das ist ja spannend! Das heißt, Du hast geglaubt, das wäre schon von Anfang an so gewesen, schon als Marie und Doro noch jung waren, dass Marie, schon während sie das Tagebuch schrieb, krank war und sich die Schwester nur eingebildet hat? Das find ich ja wirklich eine sehr spannende Vorstellung! Aber letztlich hast du ja mit der späteren Doro da gar nicht so falsch gelegen...  winken
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« Antworten #17 am: 06. Juni 2009, 14:38:04 »

Marie/Doro... das war wirklich schwierig. Im Laufe des Buches habe ich oft überlegt, ob da nicht eine Doppelt Persönlichkeit oder Schizophränie oder so im Spiel ist. Das einzige, warum ich nicht fest davon ausgegangen bin, ist das Foto, welches tatsächlich zwei Mädchen zeigt. Ohne dieses "Beweisstück" hätte ich die ganze Zeit gedacht, dass Marie/Doro ein und die selbe (kranke) Person ist

Das ist ja spannend! Das heißt, Du hast geglaubt, das wäre schon von Anfang an so gewesen, schon als Marie und Doro noch jung waren, dass Marie, schon während sie das Tagebuch schrieb, krank war und sich die Schwester nur eingebildet hat? Das find ich ja wirklich eine sehr spannende Vorstellung! Aber letztlich hast du ja mit der späteren Doro da gar nicht so falsch gelegen...  winken

ja genau. wie gesagt, das einzige, was dagegen sprach war das foto, auf dem zwei mädels zu sehen sind. deshalb musste ich meine theorie verwerfen...
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« Antworten #18 am: 09. Juni 2009, 15:03:33 »

So, jetzt bin ich auch durch. Aber ich habe jetzt gerade nicht die Zeit, die letzten beiden Abschnitte zu poste - ich hole es nach!

Nur zwei Dinge ganz schnell:

1. EMMA?! Was ist aus ihr geworden? Wie konnte man sie zum schweigen verpflichten? Da HvH ja Angst hatte, sie würde sich mit der Treppensturzgeschichte und dem Baby verhaspeln, hat er ja den Doc gerufen, der Marie anonym oder unter falschen Umständen und Namen für tot erklärt hat. Da wird Emma doch nicht die Geschichte mit der amerikanischen Heirat geschluckt und für bare Münze genommen haben. Das hätte ich gerne auf- und geklärt gewußt  schoen. Oder habe ich es überlesen?

2.
Marie/Doro... das war wirklich schwierig. Im Laufe des Buches habe ich oft überlegt, ob da nicht eine Doppelt Persönlichkeit oder Schizophränie oder so im Spiel ist. Das einzige, warum ich nicht fest davon ausgegangen bin, ist das Foto, welches tatsächlich zwei Mädchen zeigt. Ohne dieses "Beweisstück" hätte ich die ganze Zeit gedacht, dass Marie/Doro ein und die selbe (kranke) Person ist

Das ist ja spannend! Das heißt, Du hast geglaubt, das wäre schon von Anfang an so gewesen, schon als Marie und Doro noch jung waren, dass Marie, schon während sie das Tagebuch schrieb, krank war und sich die Schwester nur eingebildet hat? Das find ich ja wirklich eine sehr spannende Vorstellung! Aber letztlich hast du ja mit der späteren Doro da gar nicht so falsch gelegen...  winken

ja genau. wie gesagt, das einzige, was dagegen sprach war das foto, auf dem zwei mädels zu sehen sind. deshalb musste ich meine theorie verwerfen...

Genau diese Idee ist mir auch oft - während der Handlung - gekommen. Allerdings hätte ich gedacht, dass Doro auf See geblieben ist nach dem Unglück mit dem Ausflugsdampfer und Marie damals in die Rolle der Schwester geschlüpft ist, wenn auch immer nur phasenweise. Diese Meinung habe ich dann zwischen drin irgendwann revidieren wollen, konnte mich dazu aber nicht ganz aufraffen, weil mir das mit dem malen der Bilder und dem schreiben des Tagebuchs nicht ganz schlüssig wurde. Doro hat zwar besser gezeichnet, als Marie, weil sie es ja auch irgendwo für Johann getan hat und darin ihren Antrieb fand; Marie allerdings von Natur aus wohl mehr Talent besass es nur nicht so recht genutzt hat. Aber Marie schrieb Tagebuch und Doro nicht... wobei mich das kleine Notizbuch schon beim lesen ein bißchen gewundert hat. Wer nun also wann gestorben war, hätte ich mir so während dem lesen nicht erklären können, aber ich war fast überzeugt, dass es mit dem Unglück auf dem Ausflugsdampfer begonnen haben könnte - und Marie / Doro sich danach dann halt die tote Schwester immer wieder hergedacht hat; wobei das auch nicht ging, weil da ja noch dieses Täuschungsmanöver mit  Ulrich kam. War ganz schön verzwickt  grins

Allerdings bin ich wirklich nicht froh, dass Marie die Treppe herunter gefallen ist. Das arme Mädchen hatte wirklich nur immer ins Klo gegriffen, was ihr Leben anging. Gut, Doro ging es letzten Endes nicht wirklich besser, aber trotzdem...
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« Antworten #19 am: 09. Juni 2009, 17:08:58 »

Man krass, wie ähnlich wir manchmal denken Lächeln der gedanke mit der see und so kam mir auch... (habs allerdings verdrängt)... und nicht weiter verfolgt.
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« Antworten #20 am: 09. Juni 2009, 18:10:04 »

1. EMMA?! Was ist aus ihr geworden? Wie konnte man sie zum schweigen verpflichten? Da HvH ja Angst hatte, sie würde sich mit der Treppensturzgeschichte und dem Baby verhaspeln, hat er ja den Doc gerufen, der Marie anonym oder unter falschen Umständen und Namen für tot erklärt hat. Da wird Emma doch nicht die Geschichte mit der amerikanischen Heirat geschluckt und für bare Münze genommen haben. Das hätte ich gerne auf- und geklärt gewußt  schoen. Oder habe ich es überlesen?

Nein, du hast nichts überlesen. Doro hat nicht gesagt, wie genau man Emma zum Schweigen verpflichtet hat.  grins Die Frau  war natürlich in der Tat ein Risiko - auch wenn sie mit Sicherheit ebenso wenig wusste wie alle anderen, dass Marie die Treppe hinuntergestürzt ist und nicht Doro. Das mit der Heirat kann sie trotzdem nicht geglaubt haben - aber ich denke mal, HvH wird Mittel und Wege gefunden haben, mit Emma umzugehen. Welche genau, wird sein Geheimnis bleiben, fürchte ich. Vielleicht hat es auch Doro nie erfahren...

2.
Marie/Doro... das war wirklich schwierig. Im Laufe des Buches habe ich oft überlegt, ob da nicht eine Doppelt Persönlichkeit oder Schizophränie oder so im Spiel ist. Das einzige, warum ich nicht fest davon ausgegangen bin, ist das Foto, welches tatsächlich zwei Mädchen zeigt. Ohne dieses "Beweisstück" hätte ich die ganze Zeit gedacht, dass Marie/Doro ein und die selbe (kranke) Person ist

Das ist ja spannend! Das heißt, Du hast geglaubt, das wäre schon von Anfang an so gewesen, schon als Marie und Doro noch jung waren, dass Marie, schon während sie das Tagebuch schrieb, krank war und sich die Schwester nur eingebildet hat? Das find ich ja wirklich eine sehr spannende Vorstellung! Aber letztlich hast du ja mit der späteren Doro da gar nicht so falsch gelegen...  winken

ja genau. wie gesagt, das einzige, was dagegen sprach war das foto, auf dem zwei mädels zu sehen sind. deshalb musste ich meine theorie verwerfen...

Genau diese Idee ist mir auch oft - während der Handlung - gekommen. Allerdings hätte ich gedacht, dass Doro auf See geblieben ist nach dem Unglück mit dem Ausflugsdampfer und Marie damals in die Rolle der Schwester geschlüpft ist, wenn auch immer nur phasenweise.

Diese Möglichkeit ist wirklich faszinierend. Da wäre ich selbst nie drauf gekommen! Irre, dass Ihr beide so ähnlich dachtet! Aber freut mich natürlich auch, dass die ganze Sache "verzwickt" war! 

Allerdings bin ich wirklich nicht froh, dass Marie die Treppe herunter gefallen ist. Das arme Mädchen hatte wirklich nur immer ins Klo gegriffen, was ihr Leben anging. Gut, Doro ging es letzten Endes nicht wirklich besser, aber trotzdem...

Das hab ich befürchtet.  Mir tut Marie ja auch leid, genauso wie Viktoria und Roman. Marie hat alles getan, um allen zu helfen und hat am Ende ihr eigenes Leben verloren, sagt Roman ja auch.
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« Antworten #21 am: 12. Juni 2009, 12:36:08 »

Ich fühle mich verarscht  beleidigt.

Na gut, ich verzeihe dir, Corinna. Jetzt habe ich mir soviele Gedanken zu den Geschwistern gemacht, wann sie wie ihre Rollen getauscht haben könnten, wer wann wo wie umgekommen ist... aber auf die Idee, dass Marie schon seit Jahren tot ist und Doro einfach in Marie geschlüpft ist - DARAUF wäre ich nicht gekommen. Und ich finde es gemein. Jawoll! Aus zweierlei Gründen: Zum einen weil mir Marie irgendwie immer sympathischer war als Doro und weil ich finde, dass Marie DAS ALLES ÜBERHAUPT NICHT verdient hat.
Und zum anderen weil auch Doro das so nicht verdient hat.
Und weil Viktoria diesen Juristenschnösel auch nicht verdient hat - den sie ja zum Glück auch nicht bekommt  grins.

Ansonsten bin ich ziemlich begeistert über das Buch. Was habe ich mit Marie gelitten (und auch mit Doro - unbeabsichtigter Weise  beleidigt). Muß man als Autor eigentlich ein Sadist sein? grins  Daraus könnte man auch einen - zugegeben - schlechten Witz machen: Was haben Autoren und Zahnärzt gemeinsam? - Beide sind Sadisten.

Was bleibt mir noch zu sagen zu diesem Teil?
Es ist schon aufregend und interessant, wie Viktoria und Roman nach und nach - auch mit Hilfe von Viktorias aufgeschrieben Interpretationen der Gemälde - dem Ganzen auf die Schliche kommen. Allerdings finde ich es schon ein bißchen viel, das alles. Also das Viktoria immer mitten ins schwarze getroffen hat und das beide dann letzten Endes auch noch die Urenkel von Doro sein müssen. Ganz klar, rein weg vom Schriftstellerischen waren die Ideen klasse, die Spannung im Buch hat immer gestimmt und dass sich zum Schluß auch alles so schön aufgelöst hat, ist auch gut. Nur das Viktoria die Enkelin von Johanna sein mußte... hmm. Sicherlich, irgendwie mußte das Kind wieder zurück in die Handlung und so erklärt sich auch, wieso Martin das Haus unbedingt an Roman und Viktoria vererben mußte. Trotzdem... Mir ist es einfach zu viel - so wie einem Schokopudding zu süß sein kann, obwohl man Schokolade gerne isst. Mir ist es zu "quengelig".  Ich hoffe, du weißt, was ich damit ausdrücken möchte, Corinna.

Mir sind Viktoria und Roman ein bisschen zu eng miteinander verwandt, als dass ich da so ganz guten Gewissens diese Beziehung gut heißen kann.
Ich weiß, das ist kein Inzest und kein Problem aber vielleicht bin ich da ein bisschen empfindlich.

Na zu eng sind sie mir nicht verwandt, das ist nicht das Problem, das ich habe. Mich stört eher, dass sie überhaupt verwandt sind. Bauchgefühl - ich kann es nicht erklären.

Was mich auch noch ein bisschen ist die Rolle von Martin Niemann. Das dieser Schatten auf ihn fällt gefällt mir nicht. Hat er wirklich eigennützig gehandelt? Hat er Melli ausgenutzt? Das würde die ganze Freude doch ein wenig verdunkeln!
Aber wahrscheinlich ist das einfach Interpretationssache. Viktoria hatte ein spontan gutes Gefühl als sie Martin Niemann auf ihrer Lesereise gesehen hatte und daran halte ich mich jetzt fest!
Johann war ein guter Mensch, und ich hoffe sein Sohn ist nicht verbittert aufgewachsen. Außerdem hat er bis zu Maries/Doros und seinem Tod gewartet bevor er das Geheimnis gelüftet hat.

Ich denke schon, dass Martin ein anständiger Kerl war. Aber war eben auch Jurist. Und in der Justerei haben Gefühle an sich wenig Platz. Also denke ich mir, hat er einfach beides miteinander verbunden, auch wenn es sonst nicht seine Art war. Er war so anständig, sich um Doro zu kümmern und hat sein Versprechen nicht gebrochen; allerdings ist ihm auch daran gelegen, dass die Wahrheit über die Familie ans Licht kommt. Das kann ich ihm nicht verübeln. In dieser Geschichte ist soviel schief gelaufen und eine Person hat viel mehr unter ihr leiden müssen, als andere - Doro nämlich (auch wenn ich immernoch finde, dass das größte Opfer überhaupt Marie gewesen ist!). Das er da ein wenig Recht spielen wollte, kann ich nachfühlen. Und selbst wenn er sich auf diese Weise an den von Hassbachs rächen wollte, für seinen Vater oder auch für sich selbst - wer weiß das schon so genau - so tut er es doch mit allen Anstand, den es in dieser Situation gibt. Ich finde also schon, dass Martin ein guter Mensch war.

Will Doro so wieder gut machen was sie Marie angetan hat? Warum mussten die beiden unzertrennlichen Zwillinge aus ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt streiten? Womit haben die Beiden diesen Unfall verdient, war nicht alles schon schlimm genug?

Ich empfinde es schon so, dass Doro etwas an Marie wieder gutmachen möchte, das man so nicht gut machen kann. Ja, es war ein Unfall und Unfälle passieren, egal wie tragisch die Umstände auch sind. Aber Doro wird wissen, dass sie in der Nacht vollkommen überreagiert hat, als Marie die Treppe runter gestürzt ist. Das hätte nicht passieren müssen. Aber natürlich hat auch Doro unter enormen Druck gestanden. Sie trägt in meinen Augen schon die Verantwortung für diesen Unfall - aber ich würde sie nicht schuldig sprechen, so paradox das klingen mag.
Wahrscheinlich wird sie das ähnlich sehen und sich darum selber strafen, indem sie fortan Maries Leben lebt. Wahrscheinlich passiert das unbewusst und genauso unbewusst wird sie sich letzten Endes wahrscheinlich auch für einen Ehemann entschieden haben, der ganz offensichtlich nicht gut für sie ist. Weil sie sich eben selber strafen möchte.

Und Henrik, hat er wirklich gehofft, dass Viktoria Roman nun verlässt und zu ihm zurück kommt? Ich finde er ist ganz schön gemein, auch zu seiner Schwester! Glaubt er wirklich was er da über Martin sagt oder ist er erfersüchtig?

Ja und ja. Er hat wirklich gehofft, dass er Viktoria zurück bekommt und dass er ihr Roman madig machen kann. Und er ist gemein und eifersüchtig. Aber nichts anderes hätte ich ihm zugetraut. Ich hätte es schade gefunden, wenn er sich nicht nochmal so deutlich geoutet hätte.

Aber auch ein bisschen ein Wermutsstropfen für mich weil sowohl Martina als auch die Beziehung zwischen Viktoria und Roman einen ganz leichten faden Beigeschmack für mich bekommen haben.

Das kann ich so nicht sagen. Martin hat getan, was er für richtig hielt und letzten Endes ist das auch richtig so. Ich würde ihm da keinen Strick draus drehen. Viktoria und Roman ... ist doch schön, dass die beiden zusammen sind.
Mich stört halt nach wie vor, dass Marie soviel Unrecht geschehen ist, sie alles ausbaden mußte und zum Schluß auch noch die tote Schwester ist. Und dann dieses dicke Happy End mit der glücken Familienzusammenführung und der wieder aufgetauchten Johanna. Na ja - ich bekenne mich ja zu einem Fan von Romanen ohne Happy End  grins. Ich hätte es auch gut gefunden, wenn Roman und Viktoria so eng verwandt gewesen wären, dass sie nicht hätten zusammen bleiben dürfen. DAS wäre ein klasse Ende gewesen. Und ich höre euch schon wieder schimpfen  grins.

Hallo!

Zitat
Sie hat befürchtet, dass sich wie auch immer geartete Hinweise auf diese dunkle Sache in der „Kranichburg“ finden

Ich komme nochmal auf unsere Diskussion zurück, die wir im vorherigen Abschnitt gespoilert haben. Hat die Kranichbrug einen guten oder bösen "Charakter". Ich finde es ja immer noch erstaunlich dass Marie/Doro bis zum Ende ihres Lebens in der Kranichburg geblieben ist, dieses Haus symbolisiert doch eigentlich nichts Gutes für sie.
Und auch Sophie befürchtet ja anscheinend "schlimme Dinge" bzw Hinweise die gegen ihre Familie verwendet werden können in der Kranichburg. Warum ist dieses Haus immer noch im Besitz der Familie? Hat Marie es vererbt bekommen, gehörte es ihr, konnte sie es weiter vererben nach ihrem Tod?

Und ich finde schon dass die Kranichburg am Ende wieder rehabilitiert ist, Roman und Viktoria machen sie wieder zu einem schönen Zuhause, das gefällt mir und das Haus hat es verdient!


Also das Haus als solches kann unmöglich gut oder schlecht sein. Es ist ein Haus. Sicherlich kann es Emotionen transportieren, aber für mich war die Kranichburg immer etwas Gutes. Aber das habe ich ja im letzten Abschnitt schon gesagt. Die Kranichburg war ein neuer Anfang für Doro. Und das ist ihr sicherlich irgendwann auch aufgegangen.


So, ich glaube, jetzt habe ich alles gesagt - fürs erste  grins.
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Inge78
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« Antworten #22 am: 12. Juni 2009, 13:37:18 »

Hallo!

Zitat
Und ich finde es gemein. Jawoll! Aus zweierlei Gründen: Zum einen weil mir Marie irgendwie immer sympathischer war als Doro und weil ich finde, dass Marie DAS ALLES ÜBERHAUPT NICHT verdient hat.

Diesen Eindruck hatte ich auch als Erstes, mir hat Marie so leid getan und Doro war für mich die Schwester die ich "doof" finden konnte. Und dann kommt raus, das ausgerechnet die "doofe" Schwester überlebt hat, irgendwie ist das nicht fair.
ABER: letztendlich hatte auch Doro kein schönes Leben und ähnliches wäre vielleicht, wohl eher wahrscheinlich, auch Marie nicht erspart geblieben und daher hat letztendlich auch Doro genug für ihre Fehler gelitten!

Zitat
Mich stört halt nach wie vor, dass Marie soviel Unrecht geschehen ist, sie alles ausbaden mußte und zum Schluß auch noch die tote Schwester ist. Und dann dieses dicke Happy End mit der glücken Familienzusammenführung und der wieder aufgetauchten Johanna. Na ja - ich bekenne mich ja zu einem Fan von Romanen ohne Happy End  . Ich hätte es auch gut gefunden, wenn Roman und Viktoria so eng verwandt gewesen wären, dass sie nicht hätten zusammen bleiben dürfen. DAS wäre ein klasse Ende gewesen. Und ich höre euch schon wieder schimpfen  .

 Ohnmacht
 Schock
Nein, das wäre KEIN Ende gewesen!
Ich liebe Happy Ends und wäre enttäuscht gewesen wenn es wenigstens für Viktoria und Roman keins gegeben wäre. Und Dein Nicht-Happy-End hattest Du doch für Doro und vor Allem Maria, also ist für jeden etwas dabei  grins

Zitat
Die Kranichburg war ein neuer Anfang für Doro. Und das ist ihr sicherlich irgendwann auch aufgegangen.

Ich weiß nicht, ob Doro das auch so gesehen hat, in diesem Haus spukten schon ganz schön viele Geister ihrer Vergangenheit rum und ich denke erst Martin Niemann hat ihr positive "Energien" gebracht!


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LG Inge

"Von den vielen bekannten Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus eigenem Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte."

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« Antworten #23 am: 12. Juni 2009, 21:52:40 »

Ich fühle mich verarscht  beleidigt.

Ist das auch DEIN Lieblings-Smiley? Meiner ist dieser:  grins

Na gut, ich verzeihe dir, Corinna.

Puuuuuh. Erleichterung macht sich breit!

Und ich finde es gemein. Jawoll! Aus zweierlei Gründen: Zum einen weil mir Marie irgendwie immer sympathischer war als Doro und weil ich finde, dass Marie DAS ALLES ÜBERHAUPT NICHT verdient hat.
Und zum anderen weil auch Doro das so nicht verdient hat.

Gebe ich Dir recht. Niemand hat das so verdient. Ich bin nur sehr froh, dass wenigstens Doro am Ende zur Ruhe gekommen ist und zu sich selbst gefunden hat.

Und weil Viktoria diesen Juristenschnösel auch nicht verdient hat - den sie ja zum Glück auch nicht bekommt  grins.

Absolut!  lol

Ansonsten bin ich ziemlich begeistert über das Buch. Was habe ich mit Marie gelitten (und auch mit Doro - unbeabsichtigter Weise  beleidigt). Muß man als Autor eigentlich ein Sadist sein? grins  Daraus könnte man auch einen - zugegeben - schlechten Witz machen: Was haben Autoren und Zahnärzt gemeinsam? - Beide sind Sadisten.

Also, unser Zahnarzt ist ein ganz, ganz lieber!  schoen Und was haben also folglich Zahnärzte und Autoren gemeinsam? WAS?  lol

Allerdings finde ich es schon ein bißchen viel, das alles. Also das Viktoria immer mitten ins schwarze getroffen hat und das beide dann letzten Endes auch noch die Urenkel von Doro sein müssen. Ganz klar, rein weg vom Schriftstellerischen waren die Ideen klasse, die Spannung im Buch hat immer gestimmt und dass sich zum Schluß auch alles so schön aufgelöst hat, ist auch gut. Nur das Viktoria die Enkelin von Johanna sein mußte... hmm. Sicherlich, irgendwie mußte das Kind wieder zurück in die Handlung und so erklärt sich auch, wieso Martin das Haus unbedingt an Roman und Viktoria vererben mußte. Trotzdem... Mir ist es einfach zu viel - so wie einem Schokopudding zu süß sein kann, obwohl man Schokolade gerne isst. Mir ist es zu "quengelig".  Ich hoffe, du weißt, was ich damit ausdrücken möchte, Corinna.

Ich hab noch keinen Schokopudding gegessen, der mir zu süß war!  beleidigt grins
Im Ernst, ich versteh schon, was Du meinst, denke ich. Ich kann jetzt schlecht beurteilen, was ich als Leserin zu diesem Punkt gesagt hätte, weil mir als Autorin meine Geschichte so vertraut ist und natürlich genau so geworden ist, wie ich sie haben wollte. Wenn nicht alles so zusammengepasst hätte, wäre es eine ganz andere Geschichte geworden. Oder eher noch gar keine Geschichte, jedenfalls keine, die ich geschrieben hätte, weil ich es viel weniger reizvoll gefunden hätte, wenn Martins einziger Grund, Viktoria ins Spiel zu bringen, tatsächlich der gewesen wäre, dass sie sich mit Familiengeschichten auskennt. Ich mag's dafür gern, wenn alles seinen Grund und seinen Sinn findet. Aber das ist natürlich nur mein persönliches Empfinden! 

Ich empfinde es schon so, dass Doro etwas an Marie wieder gutmachen möchte, das man so nicht gut machen kann. Ja, es war ein Unfall und Unfälle passieren, egal wie tragisch die Umstände auch sind. Aber Doro wird wissen, dass sie in der Nacht vollkommen überreagiert hat, als Marie die Treppe runter gestürzt ist. Das hätte nicht passieren müssen. Aber natürlich hat auch Doro unter enormen Druck gestanden. Sie trägt in meinen Augen schon die Verantwortung für diesen Unfall - aber ich würde sie nicht schuldig sprechen, so paradox das klingen mag.

Finde ich überhaupt nicht paradox. Ich sehe das auch so!

Und Henrik, hat er wirklich gehofft, dass Viktoria Roman nun verlässt und zu ihm zurück kommt? Ich finde er ist ganz schön gemein, auch zu seiner Schwester! Glaubt er wirklich was er da über Martin sagt oder ist er erfersüchtig?

Ja und ja. Er hat wirklich gehofft, dass er Viktoria zurück bekommt und dass er ihr Roman madig machen kann. Und er ist gemein und eifersüchtig. Aber nichts anderes hätte ich ihm zugetraut. Ich hätte es schade gefunden, wenn er sich nicht nochmal so deutlich geoutet hätte.

Dann bin ich ja froh, dass er am Ende nicht doch noch Einsicht gezeigt hat.  grins Obwohl ich Henrik nicht ganz so verdammen kann wie die meisten hier. Er hat einen Fehler gemacht, einen ziemlich üblen sogar. Aber er bereut ihn auch. Nur hilft ihm das nichts - er hat bei Viktoria keine Chance mehr. Damit kann er nicht gut umgehen. Und das ist eigentlich das "Tragische" an ihm.

Und dann dieses dicke Happy End mit der glücken Familienzusammenführung und der wieder aufgetauchten Johanna. Na ja - ich bekenne mich ja zu einem Fan von Romanen ohne Happy End  grins. Ich hätte es auch gut gefunden, wenn Roman und Viktoria so eng verwandt gewesen wären, dass sie nicht hätten zusammen bleiben dürfen. DAS wäre ein klasse Ende gewesen. Und ich höre euch schon wieder schimpfen  grins.

Nee, ich schimpfe nicht! Finde ich durchaus ein sehr interessantes Ende - eins mit Paukenschlag. Hätte mir in einem anderen Roman gefallen. In diesem Fall aber: Die ganze Geschichte in der Vergangenheit mit Marie und Doro und Johann - das ist alles schon so unhappy, dass ich wenigstens der Gegenwart ein bisschen Glück gönnen wollte!  Ja Ja  schoen
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« Antworten #24 am: 13. Juni 2009, 11:45:57 »

Zitat
Na ja - ich bekenne mich ja zu einem Fan von Romanen ohne Happy End.

Echt? Da leidet man doch so. Ich brauche immer die Gewissheit, dass alles gut, weil ich ja, trotz allem was da so in der Welt passiert, an das Gute im Menschen glaube.
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Ich lese gerade:



Robert Merle: Paris ist eine Messe wert. (Teil 5 des Fortune de France-Zyklus.)

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« Antworten #25 am: 13. Juni 2009, 15:19:54 »

Zitat
Na ja - ich bekenne mich ja zu einem Fan von Romanen ohne Happy End.

Echt? Da leidet man doch so. Ich brauche immer die Gewissheit, dass alles gut, weil ich ja, trotz allem was da so in der Welt passiert, an das Gute im Menschen glaube.

Nö, ich brauche nicht unbedingt ein Happy End in einem Buch. Ich habe mal eins gelesen, da ist der Prota (ein Ich-Erzähler!) am Ende erschossen worden und schildert sogar selbst noch, wie er von der Kugel getroffen wurde. Das fand absolut super - mich hat selten ein Ende so gepackt und selten habe ich eins so lange in Erinnerung behalten. Aber ich finde auch, dass ein Unhappy End zur Stimmung des gesamten Buches passen muss. Man muss sich schon während des Lesens (ernsthaft!) fragen, ob es gut oder schlecht ausgeht.

Was ich nicht sooo gern habe, sind dagegen offene Enden...
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« Antworten #26 am: 13. Juni 2009, 15:51:27 »

Eben, man muss sich vorab auf das Ende einstellen können - und wie geht das besser als durch das Lesen des letzten Satzes? grins
Ich mag in diesem Genre kein unhappy end, muss ich betonen. Ein offenes mit Option auf gut hingegen gefällt mir sehr.
LG
Gefion
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« Antworten #27 am: 13. Juni 2009, 19:44:10 »

Eben, man muss sich vorab auf das Ende einstellen können

Wieso "Eben"? Das hab ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass das Ende zur Stimmung des Buches allgemein passen muss - das kann u. U. ja auf ein Happy oder ein Unhappy End zutreffen. Wenn ich einen Roman lese, der die ganze Zeit so geschrieben ist, dass alles auf ein Happy End hindeutet, und dann gibt es keins - dann wäre ich vermutlich nicht so glücklich. (Es sei denn, es ist so gut gemacht, dass es mich am Ende doch überzeugt.) Aber es gibt durchaus Romane, die so geschrieben sind, dass beides möglich ist - und dann wäre auch jedes Ende passend zur Stimmung. Da muss man sich (äh, also ich mich) nicht von vornherein auf ein bestimmtes Ende einstellen. Das nimmt mir ja die Spannung! grins
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Corinna
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« Antworten #28 am: 14. Juni 2009, 09:18:12 »

Nö, ich muß mich nicht auf das Ende des Buches schon in Vorfeld einstimmen. In der Regel nehme ich es, wie es kommt. Manchmal - wenn es mich gaaaaaanz brennend interessiert - schaue ich auch schon mal am Ende nach. Aber da bin ich bei "Biss zum Abendrot" total mit auf die Nase gefallen. Da habe ich nämlich das Ende vorab gelesen und es hat mir überhaupt nix gebracht, weil ich es nämlich gar nicht verstanden habe  grins. Seitdem lasse ich das. Happy Ends sind zwar schön, aber leider auch die Regel. Ich mag es, wenn mich ein Autor in einem Buch mit einem unhappy End überrascht. Und gerade in diesem Buch wäre das ein echter Kracher gewesen.
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Corinna
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« Antworten #29 am: 15. Juni 2009, 19:39:52 »

Vielleicht überrasch ich Dich im nächsten?!  grins
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