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08. September 2010, 23:19:08


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Autor Thema: Lucy in the sky - Paige Toon  (Gelesen 340 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
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Tintagel
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« am: 02. Juni 2009, 22:09:57 »

Verlag: Der Club
ISBN: --
Seiten: 431
Ausgabe: Hardcover
ET: 2009
Preis: € 12,95

Kurzbeschreibung:

Eine SMS und ein 24-Stunden-Flug - ein himmlischer Liebesroman bis ans andere Ende der Welt! Noch bis eben war sich Lucy sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit James wohnt sie in einer schicken Wohnung in London, sie hat einen Job in einer PR-Agentur und die Hochzeit ihrer Freundin in Australien steht vor der Tür. Doch kurz bevor das Flugzeug startet, bekommt Lucy eine SMS von James? Handy: »Hi Lucy! Habe gerade in deinem Bett mit James geschlafen!« ... Süchtigmachend, humorvoll, spritzig und charmant - einfach die perfekte Unterhaltungslektüre zum Abschalten, Genießen und Dahinschmelzen!

Meine Meinung:

Eigentlich fällt Lucy in the sky in genau das Genre, um welches in einen großen Bogen mache. Diese „Freche Frauen Romane“ – kurz Chicklit – haben für mich immer einen komischen Beigeschmack. Flache Personen; flache, vorhersehbare Handlungen und zickige weibliche Hauptpersonen neben 0-8-15 Handlungsorten wie die nächste Reihenhaussiedlung links die Straße runter – das sind die Vorurteile, gegen die jeder Roman dieses Genres bei mir ankämpfen muß, der eventuell den Weg in mein Bücherregal finden könnte. Das war bei Lucy ausnahmsweise einmal ganz anders.

Bei diesem Roman hat mich als erstes das Cover angelacht. Es mit Bauwerken aus London, Singapur und Sydney zu versehen, finde ich eine sehr witzige und stimmige Idee, denn diese drei Städte sind Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Der Klappentext war dann das Tüpfelchen auf dem „i“. Ich musste einfach wissen, wie man einen 24-Stunden-Flug übersteht, wenn man eine solche SMS bekommen hat und einem quälende Fragen den Kopf zermartern, auf die man so schnell keine Antworten bekommen kann.

Das Buch liest sich genauso, wie sich ein Chicklit Roman meiner Meinung nach lesen lassen sollte – schnell, flüssig, witzig. Zum Glück bleiben einem flache Personen, flache Handlungen und unmögliche Handlungsorte erspart. Sydney ist einfach traumhaft beschrieben. London hingegen ist weniger anspruchsvoll gezeichnet worden, was aber an sich nicht schlimm ist, denn London ist für Lucy schlicht Alltag. Umso mehr kommt ihre Freude über den Australien Urlaub beim Leser an und ihre Sehnsucht nach dem fünften Kontinent ist nur allzu verständlich, als sie erst wieder in England weilt. Wobei es ihr ja nicht alleine um Australien geht.

Da Lucy in Paige Toons Debütroman selber ihre Geschichte erzählen darf, wirkt das Buch überaus lebendig. Es fiel mir an keiner Stelle schwer mich auf Lucy und ihr Leben einzulassen, zumal sie sich mit Problemen herumschlagen muß, die sicherlich jeder so oder so ähnlich zumindest im Ansatz erlebt hat. Beziehungsprobleme über die Entfernung Sydney – London zu lösen, und dann auch nur mit Hilfe des Telefons kann nicht einfach sein. Und besser wird es bestimmt nicht, wenn man sich nicht sicher ist, ob man seinem Partner denn nun grundsätzlich vertraut oder eher nicht. Als Lucy dann auch noch Nathan, Sams jüngeren Bruder, trifft, der seine Zeit am liebsten mit seinem Surfbrett und den Wellen am Manley Beach verbringt, entschließt sie sich, James und ihre gemeinsamen Probleme erstmal weitest gehend zu ignorieren.
Zurück in London holt der Alltag Lucy schneller wieder ein als ihr lieb sein kann. James versucht wiederholt Lucy von seiner Unschuld zu überzeugen und führt jede Menge Argumente zu seiner Verteidigung an, doch auch wenn sie ihm gegenüber steht, kann Lucy sich nicht entscheiden, ob sie ihm nun letzten Endes vertraut oder nicht.

Aber auch Molly und Sam, Nathan und James sowie James Konsorten in London sind deutlich genug geschildert, um sie zumindest nicht zu überlesen. Sicherlich handelt Lucy ab und an mal ein bisschen naiv und so recht von ihrer rosa-roten Brille mag sie sich auch nicht trennen, aber das bringt wohl ein solcher Roman von Haus aus mit.

Witze, die als Stilmittel benutzt werden, sind mir noch in keinem anderen Buch dermaßen aufgefallen. Auch im Nachhinein bin ich mir nicht ganz einig, ob diese Flut an Witzen – über deren Qualität man sicherlich geteilter Meinung sein kann – nicht vielleicht doch ein bisschen zuviel waren. Sicherlich, sie haben ihren Zweck erfüllt, aber es hätte durchaus auch andere Möglichkeiten geben können, um die handelnden Personen schließlich ans Ziel bringen zu können.

Wie dem auch sei: Lucy in the sky hat mich bestens unterhalten. Die Seiten flogen nur so dahin und ich habe mich wirklich gut amüsiert. Paige Toon werde ich mir als Autorin unbedingt merken, wenn sie ihren Stil treu bleibt, kann ich mir durchaus vorstellen öfter mal einen Roman für freche Frauen zu lesen.

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« Letzte Änderung: 03. Juni 2009, 20:53:38 von Tintagel » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 02. Juni 2009, 23:00:10 »

Vielen Dank für die tolle Rezi, Tintagel! Knuddel Ich schleiche schon ewig um das Buch herum. Erst heute hatte ich es wieder in der Hand, war mir aber unsicher. Soll ich nun? Soll ich nicht? Ich denke jetzt, ich soll. grins Allerdings werde ich das Buch auf Englisch lesen. Chicklit auf Deutsch passt für mich irgendwie gar nicht, habe ich festgestellt.

PS: Im Threadtitel ist ein Buchstabendreher.
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Tintagel
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« Antworten #2 am: 03. Juni 2009, 20:59:06 »

Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Buch, Sternenstauner! Ich mag es wirklich und das will was heißen. Danke auch für den Hinweis auf den Buchstabendreher - ich habe ihn dann entdreht  Knuddel
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« Antworten #3 am: 26. Juli 2009, 22:18:48 »

Dank Tintagels Rezi habe ich das Buch nun auch endlich gelesen und kann mich ihrer positiven Meinung nur anschließen.

Rezension

Lucy ist gerade von London auf dem Weg in ihre alte Heimat Australien, um ihrer besten Freundin Molly bei deren Hochzeitsvorbereitungen zu helfen. Als sie im Flieger sitzt, wirft sie noch kurz einen letzten Blick auf ihr Handy und fällt aus allen Wolken, als sie eine SMS liest, die von der Nummer ihres langjährigen Freundes James gesendet wurde: «Hi Lucy! Habe gerade mit James in deinem Bett geschlafen. Dachte, du solltest das wissen. 4mal diesen Monat. Hübsche Bettwäsche! XXX»
Mit diesem Worten beginnt das Gefühlskarussell, sich zu drehen. Sollte James sie wirklich betrügen? Lucys Misstrauen ist jedenfalls geweckt und so fällt es ihr umso leichter, sich in den jüngeren Bruder des Bräutigams zu vergucken, der so gar nicht mehr aussieht, wie sie ihn in Erinnerung hat und der das genaue Gegenteil von James ist…

Mit «Lucy in the Sky» ist Paige Toon ein gefühlvoller Liebesroman gelungen, der sich durch seine eher bodenständigen, normalen Charaktere positiv von anderen Büchern dieses Genre abhebt, deren Personal meist doch sehr überzeichnet ist. Stellenweise ist Lucy zwar auch ein wenig naiv, aber insgesamt sind ihre Gefühle und Sorgen nachfühlbar und glaubwürdig geschildert. Man spürt ihre innere Zerrissenheit, steht sie doch nicht nur zwischen zwei Männern, sondern gleich zwischen zwei komplett verschiedenen Leben – in Australien oder England.
Diese beiden Orte sind ebenfalls sehr plastisch dargestellt. So erlebt man anfangs zwei Wochen Down Under mit Sonne, Strand und Surfausflügen, um Lucy anschließend zurück ins kalt-nasse London zu begleiten.
Über eine Zeitspanne von über einem Jahr erzählt sie ihre Geschichte und führt den Leser dabei auch in ihre Familie und ihren Freundeskreis ein. So entsteht tatsächlich eine gewisse Komplexität und Tiefe, was man aufgrund des lockeren Stils anfangs gar nicht erwartet hätte.
Das Ende ist zwar alles andere als überraschend und die Beweggründe einer Person bleiben etwas unklar, dafür versprechen unzählige romantische und amüsante Szenen sowie ein Schlechter-Witz-Kontest, der sich durch das ganze Buch zieht, ein paar vergnügliche Lesestunden, die nur von wenigen Längen getrübt werden.

FAZIT: Lohnt sich.

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Geli
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viel zu wenig Lesezeit...

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« Antworten #4 am: 11. Oktober 2009, 13:24:06 »

Ich kann mich euren positiven Meinungen nur anschließen. Die Geschichte um Lucy, ihren tollen Freund James, die verhängnisvolle SMS und alles, was sich dann noch so abspielt, liest sich sehr kurzweilig und spannend.

Tintagel hat es in ihrer Rezi super ausgedrückt.

Hier nur meine Anmerkungen: das Cover ist überaus passend, ich hatte allerdings ein anderes, auf dem aber auf jeden Fall das Opera House in Sydney zu erkennen ist und der Rest könnte London sein.

Der Kritikpunkt mit den vielen Witzen: Ja, da hab ich auch überlegt, ob das vielleicht zuviel war, aber als Running Gag zwischen Nathan und Lucy haben mir die Witze nichts ausgemacht, teilweise musste ich sie sogar Schatzi vorlesen, weil ich sie so witzig fand.  grins

Von mir gibt es hierfür und ebenfalls eine Leseempfehlung, gerade jetzt im Herbst/Winter.

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« Antworten #5 am: 22. Februar 2010, 11:48:35 »

Ich fand es einfach nur schön. Den Rezensionen ist nichts mehr hinzuzufügen, außer: Ich will auch so einen Nathan.  verliebt

Die Witze waren wirklich schlecht, aber schon wieder sooo schlecht, daß ich schmunzeln musste. Und am Besten hat mir der Watson-Homes-Witz gefallen!

Eines meiner Lesehighlights 2010, ganz sicher!

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