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Autor Thema: [Erotic Fantasy] Monsterliebe - Mary Janice Davidson  (Gelesen 83 mal) Durchschnittliche Bewertung: 0
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tempelmaus
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« am: 27. Juni 2010, 19:13:55 »

Monsterliebe - Mary Janice Davidson
Bonusstory im Buch "Traummann an der Angel", Band 01 der Mermaid - Serie



Ich hatte ursprünglich nicht vor eine Rezension auch zu der Kurzgeschichte in dem ersten Band der Mermaid-Reihe zu schreiben, aber es gab zwei, drei Dinge, die mich etwas kritisch und mit einem schlechten Nachgeschmack nach dem Buch veranlassen es doch zu tun.

Zunächst, zum Inhalt:
Richard Will ist ein Vampir. Janet Lupo ist Werwolf. Rein zufällig treffen die beiden eines Nachts aufeinander, als beide auf der Suche nach Nahrung (Restaurant bzw. Opfer) sind. Richard versucht Janet zu beißen, die ihn dafür kurzerhand schimpfend an die Wand wirft und ins nächste Restaurant stampft. Richard liegt draussen auf der Lauer, weil er Janet nun super findet - und kaum bemerkt sie ihn, verabreden sie sich für den nächsten Tag (nach einigem Hin und Her). Die beiden mögen sich irgendwie (undurchsichtig). Janet kann ihre Verabredung nicht einhalten und ist gerade dabei in ein Taxi zu steigen, als Richard sie niederschlägt und in sein Haus verschleppt.

Das war in etwas ein drittel der Geschichte, danach geht es eigentlich nur noch um Sex. Erst eine Art verharmloste Vergewaltigung... was ich schon nicht cool fand ... und danach, nun ja. Die Kurzgeschichte hat in echt eigentlich keine richtige Story, es ist eine "erotische Kurzgeschichte" in der es sich zufällig um einen Vampir und eine Werwölfin handelt.

Der zweite Punkt ist die Hauptprotagonistin selbst. Hätte mich nach "Traummann an de Angel" nicht weiter überraschen dürfen, aber auch sie ist äußerst vulgär, gewalttätig und irgendwie nicht sehr nett, mit Schimpfwörtern an der Tagesordnung. Richtig sympatisch war sie mir nicht. Der Vampir ging so, auch wenn ich irgendwie, trotz Beschreibung, den klappringen Mr. Burns von den Simpsons vor den Augen hatte.

Der dritte, wirklich kritische Punkt - und hier frage ich mich, wie das Buch durch ein Lektorat gehen konnte, ohne dass es bemerkt wurde - ist der folgende Satz, ich zitiere: "Und ungefähr sechzig Jahre später tun wir dann so, als ob der Holocaust nicht stattgefunden hätte und die Deutschen nette Menschen wären?" Und das ist genauso gemeint. Ich dachte, ich habe mich verlesen. Nein, hab ich nicht. Gleich auf der ersten Seite der Geschichte und es ist wohl die Meinung der Autorin, die sich im Vampir niederschlägt. Ich kann nur sagen: Wie bitte?! Finde ich absolut nicht in Ordnung.

So, und deshalb möchte ich die Geschichte eigentlich nicht bewerten. Die hat keinen Inhalt und für Sex und volksverhetzende Kommentare vergebe ich keine Punkte. Die Autorin hat mich an dieser Stelle wirklich enttäuscht.


« Letzte Änderung: 27. Juni 2010, 19:16:19 von tempelmaus » Gespeichert

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« Antworten #1 am: 27. Juni 2010, 22:44:39 »


Der dritte, wirklich kritische Punkt - und hier frage ich mich, wie das Buch durch ein Lektorat gehen konnte, ohne dass es bemerkt wurde - ist der folgende Satz, ich zitiere: "Und ungefähr sechzig Jahre später tun wir dann so, als ob der Holocaust nicht stattgefunden hätte und die Deutschen nette Menschen wären?" Und das ist genauso gemeint. Ich dachte, ich habe mich verlesen. Nein, hab ich nicht. Gleich auf der ersten Seite der Geschichte und es ist wohl die Meinung der Autorin, die sich im Vampir niederschlägt. Ich kann nur sagen: Wie bitte?! Finde ich absolut nicht in Ordnung.

So, und deshalb möchte ich die Geschichte eigentlich nicht bewerten. Die hat keinen Inhalt und für Sex und volksverhetzende Kommentare vergebe ich keine Punkte. Die Autorin hat mich an dieser Stelle wirklich enttäuscht.

Mich würde ja interessieren, in welchem Zusammenhang der Satz fällt. Und warum Du so sicher bist, daß es die Meinung der Autorin ist? Immerhin könnte man so eine Aussage benutzen, um einen Charakter darzustellen.
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Cait
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« Antworten #2 am: 28. Juni 2010, 14:28:21 »

Ich denke auch, man muss vorsichtig sein, was man der Autorin in den Mund legt und was der Figur. Natürlich verstehe ich, dass Du entrüstet bist. Wäre ich auch, aber es gibt viele Bücher in denen der Holocaust Thema ist und in denen die Deutschen nicht gut wegkommen. Das nehm ich aber nicht dem Autor krumm, sondern halte es in der Regel für die Handlung wichtig, auch wenn es mich stört. Gibt es eine Email-Adresse der Autorin? Wäre doch interessant, ihre Meinung dazu zu lesen. Schreib Ihr doch, dass Du ob dieses Satzes mächtig irritiert bist und Du gerne wissen möchtest, wie sie zu diesem Satz kommt bzw. warum dieser so in der Geschichte stehen musste. 

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tempelmaus
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« Antworten #3 am: 04. Juli 2010, 16:56:05 »

hm, also, der vampir regt sich auf, dass die menschen so schnell ihre meinung ändern. und die autorin wähl das zitierte als eines der beispiele. ich finde es denkbar schlecht gewählt. um ein solches thema zu verdeutlichen kann man auch auf weniger brenzligen dingen "rumreiten".
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